Elfter Pflichtspielsieg in Serie, sechster Sieg aus sechs Spielen in der Champions League. Vor 5500 Fans (ausverkauft) gewinnen die Füchse Berlin mit einer unglaublichen Energieleistung auch in Veszprem 32:31 (16:12) und bleiben in der Königsklasse ungeschlagen.
Das Spiel entwickelt sich schon nach elf Minuten zum Drama.
Die Füchse unter Schock. Nach dem 7:7 (11.) durch Veszprems Spielmacher Luka Cindric (32) setzt Füchse-Star Fabian Wiede (32) nach einem Konter zum Sprungwurf an, landet nach einem Zweikampf mit Hugo Descat (33) unglücklich, knickt mit dem rechten Knie weg.
Da fehlen die Worte: Welt-Handballer mit unfassbarem Treffer
Der Nationalspieler wälzt sich vor Schmerzen auf dem Parkett und winkt sofort um Hilfe. Allein kann er die Halle nicht verlassen, eine Trage muss her. Tolle Geste: Teamkollege Mijajlo Marsenic (32) und Gegner Patrik Ligetvari (29) tragen Wiede mit den Sanitätern gemeinsam vom Feld.
Wie bitter ist das denn? Wiede, seit letzter Saison in Topform, bleibt nicht der einzige Ausfall bei den Berlinern. Nach 28 Minuten ist das Spiel auch für Füchse-Kapitän Max Darj (34) beendet. Er kassiert seine dritte 2-Minuten-Strafe und muss auf die Tribüne.
Handball-Drama in Veszprem: Füchse-Star Wiede schwer verletzt
Aber auch Gastgeber Veszprem hat Probleme. Nach einem Zusammenprall mit seinem Mitspieler Luka Cindric verletzt sich Ivan Martinovic (27/letzte Saison noch bei den Rhein-Neckar Löwen) am Kopf. Muss lange behandelt werden, kann aber zum Ende der zweiten Halbzeit wieder mitspielen.

Veszprems Ivan Martinovic verletzte sich nach einem Zusammenstoß am Kopf, für ihn ging es später weiter
Auch sportlich ist das Spiel wild. Trotz Fehlwurf-Festival bei den Berlinern (16 Fahrkarten) gelingt den favorisierten Ungarn noch weniger. Nach dem Wiede-Schock ziehen die Füchse sogar zum ersten Mal auf vier Tore weg (12:8/17.), nach 36 Minuten sind es sogar schon sieben Tore (21:14). Eine unglaubliche Energie-Leistung ohne ihre zwei wichtigsten emotionalen Anführer Wiede und Darj.
Im Tor glänzt Dejan Milosavljev (29) mit unglaublichen 16 Paraden, hält dabei gleich zwei Siebenmeter und damit sein dezimiertes, tapfer kämpfendes Team im Spiel. Auch Veszprems Keeper Mikael Appelgren (36) läuft in der 2. Hälfte zur Höchstform auf (14 Paraden). Das Torhüter-Battle geht am Ende an Milosavljev und damit auch der Sieg an die Füchse.


