Es war eine Erleichterung – und doch auch eine Riesen-Enttäuschung.

„Es ist ein Unentschieden, aber es fühlt sich an wie eine Niederlage, um ehrlich zu sein“, sagte Joao Palhinha (30) nach dem 1:1 der Tottenham Hotspur gegen die Wolverhampton Wanderers.

In der vierten Minute der Nachspielzeit hatte die Bayern-Leihgabe dabei zumindest noch eine Heim-Niederlage abgewendet, mit einem Rechtsschuss von der Strafraumgrenze zum Ausgleich getroffen. Danach riss er sich das Trikot vom Leib, sprintete zu den Fans, zeigte seine Muskeln, ließ sich lange feiern.

Zu lange – für den Geschmack zahlreicher Fans.

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Quelle: DFL

Für seinen ausgelassenen, frenetischen Jubel musste er Kritik und Spott einstecken. Ein Fan schrieb bei X: „Palhinha, ich mag dich wirklich, aber warum ziehst du dir das Trikot nach einem Ausgleichstreffer gegen das Liga-Schlusslicht aus? Ich liebe Palhinha, aber zieh‘ dir dein Trikot an und lauf‘ zurück zur Mittellinie, so eine besch*** Mentalität.“

Ein anderer fragte: „Warum hat Palhinha den Ball gegen Schlusslicht Wolves nicht aus dem Netz geholt?“ Und einer spöttelte: „Brennan Johnson hat weniger gefeiert, als er das Tor zum Europa-League-Triumph erzielt hat …“

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Tottenham hatte einen Sieg gegen das Liga-Schlusslicht eigentlich fest eingeplant, hätte auf Platz 2 der Premier-League-Tabelle springen können.

Auch Torschütze Palhinha zeigte sich nach der Partie enttäuscht: „Wir haben eine wirklich gute erste Halbzeit gespielt, aber als wir das Gegentor kassiert haben, haben wir den Faden verloren. Das sind die Spiele, die wir unbedingt gewinnen müssen, gerade zu Hause.“

Stark allerdings: Für die Bayern-Leihgabe war es bereits das dritte Tor im neunten Pflichtspiel-Einsatz!

Der Portugiese hatte bereits beim überraschenden 2:0-Erfolg bei Manchester City sowie im EFL-Cup gegen Doncaster getroffen – per Fallrückzieher!

Zum Vergleich: In 25 Einsätzen für den FC Bayern vergangene Saison erzielte der 30-Jährige keinen Treffer …

Palhinha erklärt: „Ich bin natürlich glücklich, diese Tore erzielt zu haben. Es liegt auch daran, dass der Trainer von mir verlangt, im gegnerischen Strafraum präsenter zu sein. Und diese Tore passieren, weil ich da bin. Ich versuche, mir diese Chancen zu erarbeiten, und heute habe ich ein schönes Tor geschossen. Aber wenn Sie mich fragen, ob ich mein Tor gegen einen Sieg eintauschen würde, würde ich es mit Sicherheit machen.“

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