Nach dem Stolperstart in der Daikin Handball-Bundesliga will die Mannschaft in eigener Halle gegen Göppingen am Sonntag (15 Uhr, WELT TV und Dyn/Anzeige)) den nächsten Sieg holen. Der Blick geht klar nach oben – zur Tabellenspitze.
Der Saisonstart war alles andere als ruhig. Nationalspieler Luca Witzke (26), der im Sommer aus Leipzig kam, erhielt kaum Einsatzzeit – ein Wechsel nach Melsungen war plötzlich Thema. Olympiasieger und Weltmeister Simon Pytlick (24) wird trotz Vertrags bis 2030 immer wieder mit Meister Berlin in Verbindung gebracht. Diskussionen, Unsicherheit, Druck – die SG stand früh unter Strom.
Handball-Hüne (2,03 m) taucht ab: Die witzigste Abwehr-Aktion des Jahres
Mit Trainer Ales Pajovic (46) startete Flensburg als Titelfavorit in die Saison, doch die überraschenden Punktverluste zum Start (Wetzlar, Stuttgart) sorgten früh für Wirbel.
Nun aber läuft die Tor-Maschine: Nach fünf Spielen stehen 182 Treffer auf dem Konto, 36,4 Tore im Schnitt – der stärkste Angriff der Handball-Bundesliga.

Sportdirektor Ljubomir Vranjes (51) zu BamS: „Natürlich war am Anfang ein bisschen Enttäuschung da. In der Bundesliga gibt es keine Vereine, die man einfach so weghaut. Jetzt sind wir auf einem guten Weg. Man sieht, dass ein anderer Flow in unserem Spiel ist.“
Auch Kapitän Johannes Golla (27) ist erleichtert: „Wir sind auf unserem Weg geblieben, haben Dinge analysiert und sind jetzt ein ganzes Stück weiter. Wir dachten, wir seien weiter, als wir wirklich waren. Wir haben eine super Vorbereitung gespielt, haben das aber wohl ein bisschen überbewertet.“
Die Debatten um Witzke und Pytlick? Für die Mannschaft erledigt. Golla: „Der Handball muss sich daran gewöhnen, dass es diese Themen gibt. Ich habe es ja am eigenen Leibe gemerkt (Melsungen-Wechsel 2026; d.Red.), wie viel spekuliert wurde und wie sehr es die Menschen interessiert. Wir als Mannschaft lassen uns davon aber nicht beeindrucken.“

Zeigt seine Freude: SG-Kapitän Johannes Golla (27) ist froh, dass sein Team in die Spur gefunden hat
Gegner Göppingen kommt mit Energie. Emotional, aggressiv, schnell. Golla weiß: „Sie haben junge, schnelle Rückraumspieler, eine aggressive Abwehr. Aber wir wollen natürlich zu Hause zeigen, dass wir ein bisschen mehr Qualität haben.“
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Vor dem Göppingen-Duell ist eine SG-Personalie nun auch offiziell.
Neun Jahre lang war er Rückhalt zwischen den Pfosten – jetzt ist Schluss! Torwart Kevin Møller (36) verlässt wie erwartet im Sommer 2026 die SG Flensburg-Handewitt. Der Däne will künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, kehrt in seine Heimat zurück.
„Die SG ist für mich mehr als nur ein Verein – es ist ein Stück Heimat geworden“, sagt Møller. Doch jetzt sei der Moment gekommen, um umzuschalten: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge – dankbar für alles, was ich hier erleben durfte“, erklärt der dreimalige Weltmeister. „Die SG wird für immer ein Teil meines Herzens bleiben.“



