Für den Champions-League-Sieger ist es ein lockeres Trainingsspiel, für die Spieler des Gegners das wohl wichtigste und schönste Duell ihrer Karriere.

Bei der Klub-Weltmeisterschaft (Sieg-Prämie ca. 400.000 Euro) der Internationalen Handball-Föderation (IHF) gewinnt der SC Magdeburg in Kairo (Ägypten) gegen die Exoten aus den USA, die California Eagles 50:20 (28:10).

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Quelle: DYN

Vor den Augen von IHF-Boss Hassan Moustafa (80) geht SCM-Trainer Bennet Wiegert (43) das Spiel mit seinem Team sehr professionell an. Außer Gísli Kristjánsson (26) und Torhüter Sergey Hernández (30) stehen alle Stars auch auf dem Parkett.

Erst in der zweiten Halbzeit rotiert Wiegert gegen die US-Amateure (vom Klempner, Zahnarzt, Beach-Handballer, Au-pair-Boy und Student – alles dabei) etwas häufiger. Sich nicht verletzen und gut einspielen für das Halbfinale ist das Motto beim SCM.

Die bunte US-Truppe hatte trotz 30-Tore-Klatsche viel Spaß gegen den SCM

Die bunte US-Truppe hatte trotz 30-Tore-Klatsche viel Spaß gegen den SCM

Foto: Dyn

Kurios: Die US-Handballer aus Kalifornien haben sich vor dem Turnier nur per Zoom-Call (einem Videomeeting übers Internet) kennengelernt, haben erst in Ägypten das erste Mal zusammen trainiert.

Grund: Die Spieler wurden erst nach der Qualifikation für dieses Welt-Turnier rekrutiert. Nur fünf Akteure vom ursprünglichen College-Team blieben übrig.

Handball-Klub-WM: SC Magdeburg gewinnt Trainingsspiel 50:20

Nach sechs Minuten großer Jubel auf der US-Bank (in der leeren Halle gut zu hören): Der deutsche Sebastian Pollich (29) macht das erste Tor zum 1:5. Der Kreisläufer ist eigentlich Boss eines Handwerksbetriebs für Sanitär- und Solaranlagen, spielte früher in der Regionalliga für HSG Ostfildern.

Auch sein Kumpel Dominik Keim (24) trifft dann gleich viermal aus dem Rückraum.

Teaser-Bild

Foto: BILD

Doch die Exoten aus neun verschiedenen Ländern (u.a. Deutschland, Chile, Schweden, Norwegen oder Argentinien) sind hoffnungslos unterlegen, schon nach 21 Minuten steht es 21:5. Jede Minute klingelt es hinten im Kasten von Mika Gmelich (23), der wenigstens an der US-Uni wirklich studiert hat.

In die Halbzeit geht es mit 28:10 für die SCM-Stars. Am Ende wird es ein standesgemäßes 50:20. Schon 2024 verloren die US-Boys bei der Klub-WM gegen Magdeburg 21:57.

Die Statistiken nach dem Spiel ungewöhnlich hoch: SCM-Keeper Matej Mandic (23) glänzt gleich mit 26 Paraden, Lukas Mertens (26) wird bester Werfer mit elf Treffern, aber Man of the Match wird Albin Lagergren (33/sechs Tore).

Der kann es kaum glauben, auch Torwart Mandic, der sich schon auf den Weg gemacht hatte, den Preis abzuholen, staunt nicht schlecht. Wurden etwa die Rückennummern verwechselt? Mandic hat die 12, Lagergren die 21.

Am Ende verschmerzbar, die SCM-Stars gratulieren feixend ihrem Rückraum-Spieler. Am Sonntag (14.30 Uhr, Dyn/Anzeige) geht es für den SCM weiter mit dem zweiten Vorrundenspiel gegen Sharjah HC (Vereinigte Arabische Emirate).

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