Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis warnt eindringlich vor dem Untergang des Spiels, das Millionen lieben. Zu alt, zu schwerfällig, zu weit weg von der Jugend – so sein vernichtendes Urteil.
Seine düstere Prognose: „Der Fußball ist dazu bestimmt, zu sterben. Es sind echte Reformen erforderlich.“
Und er legt noch nach: Man müsse „einen neuen Weg finden, denn so wie er derzeit in Italien und vielen anderen europäischen Ländern konzipiert ist, ist er zum Scheitern verurteilt, weil er die aktuellen Kosten nicht überleben und tragen kann“.
Das Problem: Kinder und Jugendliche würden keine ganzen Spiele mehr verfolgen. Deshalb müsse man darüber nachdenken, „wie die Meisterschaften organisiert werden, wie der Fußball organisiert wird“.
De Laurentiis: „Damit Kinder und Jugendliche nicht wie heute abgelenkt sind und nur die Höhepunkte genießen, weil sie während der Spiele herumspielen und keine Zeit haben, sich das anzuschauen, was sie als langsam und langweilig und als etwas aus der Vergangenheit betrachten.“
Neapel-Boss fordert radikale Maßnahmen
Für den Klub-Boss und Filmproduzenten ist das Problem größer als nur Italien, auch anderen europäischen Ligen prophezeit er den Untergang: „Zu viele Spiele, explodierende Schulden und eine von Institutionen statt von Vereinen kontrollierte Führung haben das System kaputt gemacht.“
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Deshalb müssten radikale Änderungen her. Seiner Meinung nach müssten die Ligen und Spielpläne etwas eingestampft werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Seine Idee: eine Serie A mit nur 16 Teams – weniger Spiele, mehr Qualität.
Zudem fordert er eine kostenlose Übertragung der Spiele im Free-TV, finanziert durch Werbung. Das soll die „Millionen“ von Fans zurückholen, die sich durch Paywalls abgewandt haben.
Die Konsequenz: Die Einschaltquoten würden dramatisch steigen, wodurch auch die Leidenschaft für den Fußball wieder entfacht würde. Sonst könnte sich der schönste Sport der Welt ganz schnell selbst ins Abseits schießen …

