PSG geschlagen, Barça geschlagen – und nun mit reichlich Dusel auch den ärgsten Verfolger besiegt.

Für den SC Magdeburg läuft die diesjährige Champions-League-Saison bereits wieder wie am Schnürchen. Gegen Wisla Plock gibt es in der heimischen Getec-Arena ein zittriges 27:26 für den Titelverteidiger. Drittes Spiel, dritter Sieg, Platz eins in Gruppe B und nun als einziges Team in seiner Staffel noch ungeschlagen.

Handball-Hüne (2,03 m) taucht ab: Die witzigste Abwehr-Aktion des Jahres

Quelle: DYN

Die Polen, unterstützt von einigen hundert Fans, haben sich zum Lieblingsgegner des SCM entwickelt. Es ist der achte SCM-Sieg im zehnten Duell – bei nur einer Niederlage.

Aber: Mit ihren neuen Stars wie Königsklassen-Sieger Melvyn Richardson (kam vom FC Barcelona), Torbjørn Bergerud (Kolstad) und Sergei Kosorotov (Veszprem HC) haben die Gäste den Magdeburger am Rande des Remis. Der SCM ist Mitte der zweiten Hälfte schon mit sechs Toren vorne (20:14), alles sieht nach einem lockeren Sieg aus. Doch zum Ende wird es richtig knapp.

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Zwei Minuten vor Ende ist Wisla plötzlich auf ein Tor dran! Wie das? Weil die Hausherren sich leichte Ballverluste leisten, ihre Angriffe nicht mehr zu Ende bringen. Magdeburg will die Uhr herunterspielen, verzettelt sich aber einmal mehr, muss unter Zeitspiel-Druck einen Notwurf nehmen, den Lagergren verzieht. Auszeit 17 Sekunden vor Schluss.Mit dem letzten Angriff kann Plock doch noch den Punkt mitnehmen.

Raus mit der Freude: Sergey Hernández jubelt nach seiner Doppel-Parade. Die Halle steht Kopf

Raus mit der Freude: Sergey Hernández jubelt nach seiner Doppel-Parade. Die Halle steht Kopf

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Aber nicht mit Magdeburgs Torwart-Riesen Sergey Hernández. Der spanische Schlussmann legt eine irre Doppel-Parade hin, hält gleich beide Würfe, die Wisla in wenigen Sekunden nacheinander abfeuert, bravourös. Aus! Die ganze Mannschaft rennt zu ihrem Torwart-Helden, der den Sieg buchstäblich festhält, begräbt ihn in einer Jubeltraube. Mit insgesamt 15 Paraden ist Hernández ohnehin der Mann des Spiels.

Für den SCM heißt es nach der Enttäuschung von Erlangen (31:31) am letzten Wochenende: Gewonnen, egal wie.

Viel Zeit zum Analysieren hat Coach Wiegert mit seinem Team ohnehin nicht: Nach nur einem Tag Pause und einem Flug nach Ägypten geht’s für den SCM schon bei der Klub-WM weiter. Gegner am Samstag (14.30 Uhr live bei Dyn/Anzeige): Die California Eagles.

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