Der ehemalige Bundesliga-Star musste am Sonntag in der ersten dänischen Liga mit dem FC Kopenhagen gegen Silkeborg ran. Nach einem schnellen Rückstand durch McCowatt (3.) schossen Larsson (9./Elfmeter), Claesson (33.) und Elyounoussi (46.) den Hauptstadt-Klub zu einer 3:1-Führung. McCowatt aber war noch zweimal da (58./74.) und sorgte für das 3:3 – und für miese Laune bei Delaney.
Der Mittelfeld-Profi, der in der Bundesliga für Hoffenheim, Dortmund und Werder spielte, nach dem Unentschieden: „Ich bin nicht einmal mehr wütend – es ist mir peinlich. Ich weiß nicht, woher wir die Dreistigkeit nehmen, mit unserer Arroganz zu spielen. Das passt nicht zu uns.
Und weiter: „Ich habe die Arroganz satt, mit der wir spielen. Dass wir glauben können, dass man nicht gut auf seinen Mitspieler aufpassen muss…“ Der Meister und Pokalsieger der vergangenen Saison steht nach neun Spieltagen aktuell auf Platz 3. Fünf Siege ergatterten sie bisher, dazu zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Tabellenführer Aarhus hat drei Punkte mehr als Kopenhagen.
Erst in der vergangenen Woche verspielte der dänische Klub eine Führung. Zum Auftakt in der Champions League spielten sie gegen Leverkusen, erzielten in der 86. Minute das Tor zum 2:1. Durch ein Eigentor in der 90.+2 aber büßten sie den Sieg ein.
„Zu naiv und zu euphorisch“: Warnung an Wagner!
Delaney-Kollege Hatzidiakos: „Ich bin sehr enttäuscht von der Mentalität. Wir müssen die Kontrolle behalten und professioneller auftreten als bisher. Wir sind kein neues Team mehr. Wir spielen schon lange zusammen und wissen das. Deshalb können wir auch hart zueinander sein und Kritik akzeptieren. Das tun wir, aber jetzt kommt es darauf an, sich gegenseitig zu unterstützen und zusammenzuhalten. So finden wir zurück.“
Neben Delaney zeigte sich auch Kopenhagens Trainer verärgert. Coach Neestrup: „Es ist weit, weit, weit entfernt von dem, was man vom FC Kopenhagen erwarten sollte.“

