Nach dem Fehlstart folgen die Konsequenzen …

Borussia Mönchengladbach hat die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Gerardo Seoane beendet.

Nach Informationen von BILD wurde die Mannschaft am Montagnachmittag über die Entscheidung informiert. Seoane verabschiedete sich anschließend telefonisch von jedem Spieler einzeln.

Gladbach hat den Rauswurf mittlerweile offiziell bestätigt.

Am Vormittag hatte der Schweizer noch eine rund 70-minütige Trainingseinheit geleitet. Wenige Stunden später folgte eine interne Krisensitzung, in der die sportliche Leitung nach der 0:4-Heimpleite gegen Werder Bremen Konsequenzen zog. Sportdirektor Roland Virkus (58) vermied bereits am Sonntag ein klares Bekenntnis zum Trainer.

Virkus sagte: „Nach so einer Niederlage überwiegt das Emotionale. Wir müssen das Spiel jetzt knallhart analysieren.“ Diese Analyse ging für den Trainer nicht gut aus.

Mit dem Aus endet für Seoane eine Serie von zehn Pflichtspielen ohne Sieg – die letzten fünf sogar ohne eigenes Tor.

Roland Virkus über die Hintergründe: „Nach einer intensiven Aufarbeitung unseres Saisonstarts sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass wir eine Änderung auf der Position des Cheftrainers vornehmen müssen. Nach nun saisonübergreifend zehn Bundesligaspielen ohne Sieg ist bei uns der Glaube geschwunden, dass der Umschwung mit Gerardo gelingen kann.“

Präsident Rainer Bonhof sagt über den Schritt des Vereins: „Gerardo hat die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen, ist den Weg des Klubs mitgegangen, hat den Entwicklungsprozess der Mannschaft angeschoben und hat sie stabilisiert. Allerdings war das Ende der Saison nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben und der Start in diese Spielzeit ebenfalls nicht. Der Schritt, nun einen neuen Impuls zu setzen, ist der richtige.“

Polanski übernimmt interimsweise

Eugen Polanski (39) über nimmt vorerst für Seoane

Foto: picture alliance / Fotostand

Bis auf Weiteres wird Eugen Polanski, aktuell Trainer der U23, die Mannschaft übernehmen. Der frühere Profi spielte selbst mehrere Jahre für Gladbach und absolvierte insgesamt 254 Bundesliga-Partien. Ob er eine dauerhafte Lösung sein könnte, ist noch offen.

Als mögliche Nachfolger kursieren bereits mehrere Namen. Besonders Urs Fischer (59), der ehemalige Union-Coach, wird intern gehandelt. Fischer führte die Berliner von der 2. Liga bis in den Europapokal. Auch Edin Terzic (42), zuletzt Trainer bei Borussia Dortmund, gilt als Option, ebenso Roger Schmid (58), zuvor bei Benfica Lissabon, PSV Eindhoven und Bayer Leverkusen.

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Quelle: Instagram @naderjindaoui

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