Deutliche Ansage zur aktuellen Situation der deutschen Nationalmannschaft!

Der Weltmeister von 2014, Toni Kroos (35), spricht in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ gemeinsam mit seinem Bruder Felix Kroos (34) über die jüngsten Länderspiele – das 0:2 in der Slowakei und den 3:1-Sieg gegen Nordirland. Dabei spart er nicht mit Kritik am DFB-Team und rechnet in mehreren Punkten deutlich ab.

Toni Kroos zu Bruder: „Heute hättest du eine Chance …“

Felix Kroos: „Wenn ich den Kader sehe, habe ich das Gefühl, dass es noch nie so leicht war, Nationalspieler zu sein. Gefühlt reichen aktuell 3, 4 gute Wochen, um direkt nominiert zu werden. Das ist kein gutes Zeichen. Wenn ich in den Kader reinsehe, bezweifle ich auch, dass du alle Spieler kanntest, die dabei waren. Gehe ich richtig in der Annahme?“

Toni Kroos: „Da hast du einen Punkt. Kann man mir das vorwerfen?“

Heißt im Klartext: Kroos kannte nicht alle unsere aktuellen deutschen Nationalspieler!

Felix: „Ich werfe es dir nicht vor. Grundsätzlich: Gefühlt ist es [früher] It was more difficult, I was never there myself … “

Toni witzelt: „Heutzutage hättest du eine Chance.“

Felix Kroos war wie Kroos zentraler Mittelfeldspieler, absolvierte 80 Bundesligaspiele für Bremen und Union. Für die Nationalmannschaft reichte es (damals) aber nicht …

Felix Kroos (34) machte ein Spiel für die deutsche U21-Nationalmannschaft, für die DFB-Elf reichte es nicht

Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto

Toni weiter: „Aktuell haben wir keinen Topf von 50 internationalen Top-Spielern. Das ist so. Über internationale Klasse wird es ganz eng.“

Die Real-Legende (2014 bis 2024) betont aber auch: „Egal welchen Kader du dahinstellst, mit den Spielen, die sie vor der Brust hatten, sollte das reichen.“

Eine weitere Kroos-Aussage, die viel über die Leistungen der DFB-Elf zuletzt aussagt: „Wenn du mich nach Spielern von der Slowakei oder Nordirland gefragt hättest, die ich kenne, wären es genau 0 Spieler.“

Kroos‘ Fazit: „Zusammengewürfelter Haufen hin oder her, muss das gegen diese Teams einfach reichen und besser aussehen.“

„Rückfall in schlimmste Zeiten!“: Plötzlich ist Cucurella wieder Thema

„Rückfall in schlimmste Zeiten!“: Plötzlich ist Cucurella wieder Thema

Quelle: BILD

Kroos analysiert weiter: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir aktuell nicht zu denen gehören, die größte Ambitionen haben dürfen. Weil andere einfach besser sind. Trotzdem glaube ich, dass wenn man aus den besten deutschen Spielern wählen kann und alle fit sind, dass wir nach wie vor absolut unsere Stärken haben.“

Toni sieht die aktuelle Lage kritisch – hat aber auch Hoffnung: „Dass man aktuell meilenweit davon entfernt ist, über den Weltmeister-Titel zu sprechen, ist so. Aber: Die ist ja auch nicht in diesem Sommer gewesen, sondern erst im nächsten Sommer. Stand jetzt sind wir meilenweit entfernt und wirklich nicht gut. Aber im Sommer – lass mal die richtigen Spieler noch fit werden …“

Aktuell fallen mit u.a. Jamal Musiala (22/FC Bayern), Kai Havertz (26/Chelsea) und Nico Schlotterbeck (25/BVB) mehrere wichtige DFB-Stars aus.

An das Scheitern der WM-Quali glaubt Kroos aber nicht: „Das große Glück ist ja, dass wir eine Gruppe bekommen haben, in der man gar nicht ausscheiden kann.“

Kroos hatte im Juli 2024 nach dem Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM gegen Spanien (1:2 n.V.) seine Spieler-Karriere beendet. Zuvor hatte der 114-malige Nationalspieler nach seinem Rücktritt im Anschluss an die EM 2021 im März 2024 sein Comeback im DFB-Team gegeben. Bei der EM führte er die Nationalmannschaft dann mit starken Leistungen an.

Eine weitere Rückkehr wird es dieses Mal aber nicht geben …

ttn-36