Die neue Saison in der Daikin Handball-Bundesliga hat noch nicht mal richtig begonnen, schon geht der erste Klub komplett am Stock.

Freitagabend startete die MT Melsungen gegen die Rhein-Neckar Löwen in die neue Spielzeit. Beim 27:29 (14:13) mit dem allerletzten Aufgebot.

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Guardiola hilft bei Handball-Klub aus

Die Personal-Not bei den Melsungern ist so groß, dass sogar der neue Co-Trainer von Chef-Coach Roberto Parrondo als Spieler aushelfen muss. Isaias Guardiola (früher u.a. Rhein-Neckar Löwen, Lemgo, Erlangen) streift sich mit 40 Jahren das MT-Trikot über, um das Linkshänder-Loch im Kader zu füllen.

Das Melsunger Lazarett ist prominent befüllt. Erik Balenciaga (Schambein-Entzündung), Aaron Mensing (Reha nach Achillessehnenriss), Amine Darmoul und Keeper Nebojsa Simic (beide nach Kreuzbandriss), Island-Zugang Reynir Thor Stefansson (erkrankt), Alexandre Cavalcanti (Knöchel), Timo Kastening (Muskelfaserriss) und David Mandic (Infekt) fallen aus. Dazu hat Letten-Latte Dainis Kristopans in der Vorbereitung nur eingeschränkt trainiert.

Melsungen ohne Acht, die Rhein-Neckar Löwen mit acht Neuen und dem neuen Coach Maik Machulla. Bis zur zehnten Minute ist es ein Duell auf Augenhöhe, danach werden Melsungens personelle Probleme auf der Platte sichtbar.

Die Löwen nutzen das und spielen sich die Führung raus. Das Nordhessen-Lazarett wehrt sich aber nach Leibeskräften, zur Pause führt Melsungen verdient 14:13. Kurz vor der Sirene sieht Löwen-Profi Halil Jaganjac auch noch Video-Rot nach Griff in den Wurfarm von Nikolaj Enderleit.

Nach dem Wechsel starten die Gäste besser, die Mannheimer gehen mit einer Drei-Tore-Führung in die Schlussviertelstunde. Sind die dezimierten Melsunger damit schon geknackt?

Ja, sind sie. Der dezimierte MT-Kader mobilisiert noch mal alles, aber es reicht nicht mehr. Die Mannheimer und ihr Neu-Trainer Machulla fahren mit zwei Punkten nach Hause.

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Quelle: BILD/ DYN

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