Ein Transfer, der nicht überall Begeisterung auslöst.

Thomas Müller (35) setzt seine Fußball-Karriere in der MLS fort, wechselt nach 25 Jahren beim FC Bayern zu den Vancouver Whitecaps. Am Mittwochabend verkündete er den Transfer selbst bei Instagram.

Ein Wechsel, der einen prominenten Namen in die nordamerikanische Profiliga MLS bringt – aber nicht alle Experten restlos überzeugt.

Der ehemalige US-Nationalspieler und jetzige TV-Experte Taylor Twellman (45) sagt etwa im Interview mit der MLS: „Ich bin nicht hundertprozentig davon überzeugt, dass Thomas Müller in Vancouver einschlägt, so wie die Mannschaft derzeit spielt.“

Denn: „Müller hat hinter den Kulissen ganz offen Fragen zum Spiel auf Kunstrasen gestellt.“ In Müllers neuer Heimspielstätte, dem BC Place Stadium (21.000 Plätze), ist kein Naturrasen verlegt.

Twellman hinterfragt außerdem, ob Müller ins System von Trainer Jesper Sörensen passe. Der Däne lässt sein Team meist im 4-3-3 spielen. In einem 45-minütigen Gespräch zeigte der Trainer der Bayern-Legende auf, wie er sein System um ihn herum aufbauen möchte.

Schweini-Botschaft für Müller: „Macht euch bereit, da kommt ein besonderer Typ“

Quelle: BILD/Instagram @bastianschweinsteiger

Sörensen sagt im Gespräch mit The Athletic: „Das Wichtigste ist, dass wir Müllers Stärken weiter vorn auf dem Spielfeld nutzen wollen.“

Und weiter: „Er ist nicht der Typ, der es normalerweise alleine mit fünf oder sechs Spielern aufnimmt. Dafür spielt er sehr gut mit seinen Teamkollegen und innerhalb der Mannschaft.“

Eine kleine Lobeshymne des Trainers schon vor dem ersten Spiel. Experte Twellmann hat trotzdem seine Zweifel: „Ich bin einfach nicht komplett davon überzeugt, dass es sofort klappt.“

Die aktuelle MLS-Spielzeit läuft seit Ende Februar, die Whitecaps liegen in der Western Conference auf Rang 2 (13 Siege, 6 Remis, 5 Niederlagen). Twellman: „Es ist interessant, denn von der Spielweise her spielt Vancouver wohl die beste Saison seit langer Zeit“, sagt er.

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