Nach Bayern und Toronto nun Paris?

Bahnt sich bei Ligue-1-Aufsteiger Paris FC der nächste große Schritt an? Der Klub aus der französischen Hauptstadt will laut Sky den ehemaligen Bayern-Manager Marco Neppe (39) als neuen technischen Direktor verpflichten. Die Gespräche laufen, der gebürtige Offenbacher soll den ambitionierten Klub bereits im Hintergrund beraten haben. Auch die französische „L’Équipe“ berichtete darüber.

Der 39-Jährige bringt reichlich Erfahrung mit: Von 2014 bis 2024 war der Ex-Profi beim FC Bayern in verschiedenen Rollen tätig – zunächst als Scout, später als Leiter der Scoutingabteilung und ab 2021 als Technischer Direktor. Im Frühjahr 2024 endete die Zusammenarbeit einvernehmlich.

Anschließend zog es Neppe über den Atlantik: Ab August 2024 war er für rund sieben Monate als externer Berater bei MLS-Klub Toronto FC tätig. Dort analysierte er im Auftrag der Klubbesitzer unter anderem die Kaderstruktur, die Akademie sowie Transfers und Spielphilosophie. Seit seinem Abschied im März 2025 arbeitete er vereinsunabhängig, aber offenbar nicht untätig: Schon während dieser Zeit soll Neppe Paris FC beratend zur Seite gestanden haben.

Der Aufsteiger gehört seit Ende 2024 mehrheitlich der LVMH-Holding von Milliardär Bernard Arnault (76), einem der reichsten Männer der Welt. Minderheitseigner ist der Getränke-Gigant Red Bull. Die Mission: Einen zweiten Top-Klub neben PSG in der Hauptstadt etablieren. Mit dem Aufstieg in die Ligue 1 zur Saison 2025/26 ist der erste Meilenstein geschafft. Der Liga-Start gegen Angers steigt am 17. August.

„Ich verlasse die bunte Fußball-Welt“: Kwasniok plant schon sein Karriereende

Quelle: BILD

Auch sportlich rüstet der Klub bereits auf: Für 17 Mio. Euro kam Innenverteidiger Otavio (23) vom FC Porto, Linksverteidiger Nhoa Sangui (19) von Stade Reims und Flügelspieler Moses Simon (30), einst FC Chelsea, für 7 Mio. Euro vom FC Nantes.

Neppe könnte nun die nächste wichtige Personalie im Aufbau eines schlagkräftigen Projekts sein. Zuletzt wurde der frühere Bayern-Macher auch mit Arsenal, Dinamo Zagreb und sogar einem Comeback beim FC Bayern in Verbindung gebracht.

Ob es Paris FC am Ende wird? Die Gespräche laufen – und der neue Hauptstadt-Rivale von PSG meint es offensichtlich ernst.

ttn-36