Die Einsatzzeiten der Eigengewächse unter Trainer Vincent Kompany (39) hielten sich beim FC Bayern in der vergangenen Saison in Grenzen.

Jüngstes Beispiel: Adam Aznou (19). Der talentierte Linksverteidiger hatte auf seine Chance gehofft, weil mit Davies und Ito gleich zwei Stars für die linke Seite länger ausfallen. Eine wirkliche Chance bekam er aber nicht, er wechselte frustriert nach Everton.

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Nun gibt es auch vom obersten Boss eine Talente-Ansage an Kompany und die Profi-Abteilung!

Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sagt deutlich: „Natürlich, wir haben den Campus. Wir wollen eigene Spieler bei uns nicht nur ausbilden und dann abgeben, sondern wir wollen vor allem, und deswegen haben wir den Campus, eigene Spieler zu uns in die erste Mannschaft bringen. Das gelingt aber eben leider nicht so oft, wie wir uns das wünschen würden.“ Klare Botschaft: Bitte mehr Talente einbauen!

Präsident Hainer, Sportvorstand Eberl und Vorstandschef Dreesen. Der fordert von Eberl und Kompany: Mehr Talente, bitte!

Präsident Hainer, Sportvorstand Eberl und Vorstandschef Dreesen. Der fordert von Eberl und Kompany: Mehr Talente, bitte!

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Dreesen sagt zu Aznou: „Wir haben mit Pavlovic, mit Stanisic, mit Musiala junge Spieler bei uns integriert und in diesem Fall hat es so nicht funktioniert.“ Die genannten drei wurden allerdings vor Kompany hochgezogen…

Auch Sky-Experte Didi Hamann (51) macht Kompany und der sportlichen Führung Vorwürfe: „Du musst irgendwann anfangen, junge Spieler einzubauen. Das ist für mich das größte Thema. Ich frage mich, wozu sie den Campus überhaupt haben! Der Trainer scheint kein großes Interesse daran zu haben, sie spielen zu lassen. Wenn es der Trainer nicht macht, muss ich es ihm einer sagen. Das scheint nicht zu passieren.“ Ein Vorwurf an Sportvorstand Max Eberl (51)!

Der sagte auf BILD-Nachfrage im Rahmen der Diaz-Vorstellung: „Man kann immer das Glas halb voll und halb leer sehen. Für mich ist diese Diskussion nicht ganz richtig. Der FC Bayern hat mit Stanisic, Musiala und Pavlovic drei mehr oder weniger Stammspieler in der ersten Elf. Davon gibt es in Deutschland nicht so viele andere Vereine.“

Zu Aznou sagt er: „Er durfte ein halbes Jahr in der spanischen Liga spielen, um sich an Männerfußball sich zu gewöhnen. Jetzt, wo der nächste Schritt gekommen wäre, aus unserer Wahrnehmung, hat er gesagt, er möchte es nicht mehr, er möchte was anderes machen. Unser Präsident hat einen schönen Spruch, man kann keinen Hund zum Jagen tragen. Also wenn man die Chance nicht nutzen will, dann muss der Klub auch Entscheidungen treffen. Und wir wollen eben auch keinen wirtschaftlichen Schaden haben, deswegen hat man so eine Entscheidung wie bei Adam gefällt.“ Bayern kassiert immerhin 9 Millionen Euro plus Boni für den Marokko-Nationalspieler.

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Eberl betont, dass viele junge Spieler im Profi-Training dabei sind, macht ihnen aber auch Druck: „Der Fokus von unserer Seite ist schon sehr stark auf den Campus. Die Jungs müssen es nutzen, die Jungs können Gas geben bei den Profis. Paul Wanner ist wieder da, der hat eine Riesenmöglichkeit, in den nächsten Wochen und hoffentlich Monaten seine Leistung zu bringen. Ich kenne nicht alle Statistiken, aber ich glaube, der FC Bayern Campus hat so viele Profifußballer entwickelt wie kein anderer in Deutschland. Und das ist auch ein Ausrufezeichen.“

Am Campus sieht man das etwas anders – da würde man lieber aktuell mal ein paar Talente im Profiteam spielen sehen. Bei den Bayern, nicht woanders…

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