Beim FC Barcelona ist der deutsche Nationalkeeper Marc-André ter Stegen derzeit nur noch Torwart Nr. 3. Joan Garcia (24) kam für 25 Millionen Euro von Lokalrivale Espanyol, ist als Stammkeeper eingeplant. Der polnische Routinier Wojciech Szczesny (37) hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert.

SPORT BILD fragt: Sollte ter Stegen jetzt wechseln, um bei der WM die Nummer 1 zu sein? Ein Pro & Contra.

Reif deutet es an: Nächster deutscher Star vor Gala-Wechsel?

Quelle: BILD

Pro: Bleibt er, platzt sein Lebenstraum

Von Tobias Altschäffl

Was wochenlang gemunkelt wurde, ist für Marc-André ter Stegen seit einigen Tagen Gewissheit. Nach einem Telefonat mit Hansi Flick weiß er: Im Tor des FC Barcelona hat er keine Zukunft mehr. Sein Kampfgeist wie seine Fähigkeiten im Torwartspiel in Ehren: An diesem Beschluss ist nicht zu rütteln. Barça will mit Neuzugang Joan García eine neue Ära einläuten.

Ter Stegen widerfährt jenes Schicksal, das er einst für Claudio Bravo selbst initiiert hatte. Der musste für die nächste Generation Platz machen – die hieß damals ter Stegen

Ter Stegen hat in Barcelona keine Chance mehr. Dafür ist neben den sportlichen Überlegungen viel zu viel Politik im Spiel, sein Gehalt soll eingespart werden. Verlässt ter Stegen nicht die Katalanen, platzt sein Lebenstraum, ein großes Turnier für Deutschland zu spielen. Julian Nagelsmann kann nur auf ter Stegen bauen, wenn er regelmäßige Einsätze bekommt.

Contra: Der Wind bei Barça dreht sich ständig

Von Lukas Dombrowski

Dass Barça die Degradierung seines Kapitäns unwürdig managt, sieht jeder. Trotzdem sollte Marc-André ter Stegen bleiben. Denn hinter allem steckt eine Klub-Taktik: Druck machen, um Gehalt zu sparen.

Die Vergangenheit zeigt: Die Stimmung und die Bedürfnisse im hektisch geführten Verein wechseln ständig. Teamkollegen wie Frenkie de Jong oder Raphinha wurden in kürzester Zeit von Top-Streichkandidaten zu XXL-Stützen – das weiß auch ter Stegen.

Wer sagt denn, dass der international unerfahrene Joan García als Nummer 1 abliefert? Und Szczesny, der bisherige Vertreter ter Stegens, könnte seine Form genauso schnell verlieren, wie er sie im Vorjahr entdeckte.

Ter Stegen braucht für den WM-Platz im DFB-Tor Spielzeit. Es ist wahrscheinlicher, dass er in Barcelona das Comeback schafft, als dass er anderswo sofort als Stammtorhüter funktioniert. Dafür gibt es ja auch keine Garantie.

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