Das erste Viertelfinale der Frauen-EM hatte es in sich – und wurde spät entschieden.
Durch ein Tor in der 90. Minute hat sich Italien gegen Norwegen durchgesetzt. Die Helden der Squadra Azzurra: Kapitänin Cristiana Girelli. Die 35-Jährige hatte bereits das zwischenzeitliche 1:0 für Italien erzielt.
Und auf der anderen Seite wird Ada Hegerberg von der Rekordlerin zur tragischen Figur!
Nach einer torlosen ersten Hälfte geht Italien kurz nach der Pause durch Girelli (50.) verdient in Führung.
Norwegen kontert prompt. Superstar Ada Hegerberg wird im italienischen Strafraum von Linari umgerissen – Elfmeter. Die Gefoulte schießt selbst – und setzt das Leder rechts vorbei! Schon beim Eröffnungsspiel gegen die Schweiz hatte sie einen Strafstoß verschossen.
„Viertelfinale lohnt sich nicht“: Berger mit witziger Opa-Geschichte
In der Vorrunde zieht Norwegen mit neun Punkten aus drei Spielen ins Viertelfinale ein. Doch Hegerberg spaltet die Nation. Experten schießen sich auf sie ein, wollen sie nicht in der Startelf sehen. Der norwegische Rundfunk „Norsk rikskringkasting“ startet eine Online-Umfrage, ob sie aus der Startelf gegen Italien verbannt werden soll. Rund 75 Prozent der 20.000 Teilnehmenden sprechen sich dafür aus.
Und Hegerberg? Die zeigt’s ihren Kritikern nach dem verschossenen Strafstoß, trifft zum 1:1 (66.).
Die Stürmerin gewann als erste Spielerin 2018 den Ballon d’Or als Weltfußballerin des Jahres, ist in ihrer Heimat noch immer das Aushängeschild des Fußballs. Doch jetzt das bittere Ausscheiden.
In der ersten Halbzeit hat Italien mehr vom Spiel, mit Chancen durch Caruso (8.) und Severini (19., 22.). Norwegen wird nur kurz vor der Pause aus der Distanz in persona Gaupset (45.) gefährlich. Am Ende zieht Italien verdient ins Halbfinale ein.

