Einmal wird er auf jeden Fall noch Handball spielen. Zum endgültigen Abschied am 25. Juli.

Aber die Karriere nach der Karriere beim THW Kiel hat für Patrick „Bam-Bam“ Wiencek bereits begonnen. Seit 1. Juli sitzt der Ex-Nationalspieler in der Geschäftsstelle des THW, um sich in die Administration des Rekordmeisters einzuarbeiten. „Ein neuer Lebensabschnitt, auf den ich mich intensiv vorbereitet und gefreut habe, hat begonnen”, sagt er. Und er gibt auch zu: „Auf dem Handballfeld wusste ich immer, was zu tun ist. Hier muss ich das erst lernen. Die Arbeit in einem Büro an einem Computer ist etwas komplett anderes als Bälle werfen und Gewichte stemmen.”

Handball: Wiencek verstärkt den THW Kiel nun im Büro

Doch wie auf der Platte gibt er auch im Büro Vollgas, lernt Sponsoren, Automatismen und Abläufe kennen. Wiencek: „Ich soll unter anderem die aufwendige Reiseplanung für die Mannschaft übernehmen.” Obendrein ist er auch noch mit der Organisation seines Abschiedsspiels beschäftigt.

Foto: BILD

Am 25. Juli läuft er in der Wunderino Arena noch einmal mit ehemaligen Weggefährten auf. Wiencek: „Meine Aufgabe ist es unter anderem, die Spieler zu kontaktieren, um Anreise und Hotelanfragen zu koordinieren. Und ich muss zugeben, dass ich mir das nicht so schwierig vorgestellt hätte. Insgesamt erlebe ich nun live mit, wie viel Arbeit hinter der Organisation eines solchen Events steckt. Ich freue mich trotzdem riesig auf den Abend, auch wenn ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe.”

Das Team „Piet & Friends“, unter anderem mit Dominik Klein, Steffen Weinhold, Christian Zeitz und Niclas Ekberg trifft dabei auf den neuen Kader des THW Kiel. Dort wird nach der Verletzung von Hendrik Pekeler noch ein neuer Kreisläufer gesucht. Gerüchte über einen Rücktritt vom Rücktritt weist Wienek dabei nun endgültig von sich: „Ich liebe diesen Verein, und natürlich gab es tief im Inneren die Überlegung, zu helfen. Aber ich bin froh, dass ich meine Karriere einigermaßen gesund beenden konnte. Und ich habe nach meiner Entscheidung im Januar, die Karriere zu beenden, mein Leben komplett umstrukturiert, habe mich auf meine neue Aufgabe vorbereitet und bin in einem Alter, in dem man sich um die Zukunft kümmern sollte. Und die liegt eben nicht mehr auf dem Feld, sondern im Büro des THW Kiel.”

Möglich, dass dafür der Schweizer Lukas Laube (Stuttgart) zum THW Kiel kommt.

ttn-36