Barça unter Schock!

Superstar Nico Williams hat seinen Vertrag bei Athletic Bilbao bis 2035 verlängert. Eine große Überraschung. Denn: Eigentlich galt ein Transfer des spanischen Europameisters zu Barcelona nur noch als eine Frage der Zeit.

So hat Barça den Kampf um Williams verloren!

Bereits am 13. Juni hatte sich Williams Berater Félix Tainta mit Barças Sportdirektor Deco getroffen. Dabei wurde dem LaLiga-Klub wohl versichert, dass der Offensiv-Star nur zu Barça wechseln wolle.

Wie die spanische Zeitung „AS“ jetzt berichtet, wog sich Barça nach dem Treffen in Sicherheit, Williams auf jeden Fall verpflichten zu können. Aber: Williams wollte Garantien von den Katalanen. Die erste: eine Registrierung für den Liga-Betrieb. Zwar habe Barça ihm die Garantie einer reibungslosen Verpflichtung durch die vollständige Zahlung seiner Ausstiegsklause (rund 60 Mio. Euro) geben können, allerdings nicht die Garantie der Registrierung. Zudem soll Williams gefordert haben, eine Ausstiegsklausel im Kontrakt zu verankern, die ihm erlaubt hatte, den Klub wieder zu verlassen, sollte eine Registrierung scheitern. Auch das wollte Barça nicht, heißt es aus Spanien.

Das gab Athletic die Möglichkeit, im Hintergrund weiter an der Verlängerung zu arbeiten. Für den Superstar ist der Klub an seine finanziellen Grenzen gegangen. Und: Beim finalen Gehaltsangebot konnte man Barça sogar überbieten. Williams soll ein Grundgehalt von sieben Millionen Euro pro Saison kassieren. Es wird gestaffelt und steigt somit in jedem Jahr an. Bei einem Wechsel nach Barcelona hatte er sogar Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Williams hat jetzt in Bilbao den lukrativsten Vertrag der Vereinsgeschichte.

Fast in die Bundesliga gewechselt: Ist ER der nächste PSG-Diamant?

Quelle: BILD / DAZN

Aber warum hat Barça so lange getrödelt? Offenbar gab es Uneinigkeit in der Vereinsführung. Während Klub-Präsident Joan Laporta alles auf die Karte Williams gesetzt hatte, war Deco weniger überzeugt. Seine Priorität galt Liverpools Luis Diaz (28), so die spanische „Sport“. Erst als Laporta sich mit einem Machtwort durchgesetzt hatte, wurde sich komplett auf Williams konzentriert.

Jetzt ist die Wut der Bosse groß. Laut „Sport“ glauben die Barça-Verantwortlichen, dass sie von der Williams-Seite ausgenutzt worden seinen, um bei Bilbao einen besseren Vertrag zu bekommen. Demnach habe Williams Barça nicht einmal offiziell abgesagt.

Hat Williams Barça nur als Druckmittel benutzt oder waren die Katalanen einfach zu langsam und zu gutgläubig? Das wird wohl nur Williams wirklich wissen.

ttn-36