Model-Show von Basketball-Star: Dieser Diva-Auftritt geht nach hinten los!
Und 6200 Fans in der Ratiopharm-Arena sehen eine überragende Vorstellung von ihrem Superstar Karim Jallow (28). Der jubelt danach am Dyn-Mikro: „1:1 steht es jetzt. Alles wieder drin.“
Ein einziges Spiel (gegen Heidelberg) hatten die Ulmer in der regulären Saison verloren. Doch das zählt in den Playoffs nicht. Denn zunächst sieht es sehr danach aus, als wenn es eine zweite Pleite geben wird …
Bayern mit einem Superstart. 9:2 nach drei Minuten durch drei Dreier von Lucic (2) und Obst. Und es dauert bis ins zweite Viertel, bis die Ulmer erstmals in Führung gehen. Leader Karim Jallow mit zwei aufeinanderfolgenden Lay-ups zur 25:22-Führung.
Bayerns Weltmeister-Coach Gordon Herbert (66) nimmt sofort die Auszeit – und spricht 40 Sekunden lang nicht mit seinem Team! Erst in den letzten 20 Sekunden gibt er noch ein paar Anweisungen. Reicht aber, um mit 37:35 in die Halbzeit zu gehen.

Fassungslos über die Leistung seiner Mannschaft: Bayern-Coach Gordon Herbert
Das dritte Viertel beginnt ausgeglichen – doch ab der 23. Minute sind die Ulmer nicht mehr zu halten: Ein 13:0-Lauf bringt die 53:42-Führung. Von den Bayern ist nichts zu sehen. Da hilft auch die nächste Herbert-Auszeit nicht.
Bei den Bayern geht gar nichts mehr: das dritte Viertel – ein Desaster. Die Münchner leisten sich 14 Ballverluste in den ersten 30 Minuten. Dazu eine unterirdische Dreierquote (26%). Und Nick Weiler-Babb holt sich im dritten Viertel auch noch das vierte Foul ab.
Ulm geht mit 56:44 ins letzte Viertel. Reicht das? Das fragen sich zumindest die Ulmer Fans.
Ja, es reicht. Weil von den Bayern nichts mehr kommt. Die schonen sich offenbar schon für Spiel drei am Samstag zu Hause. Und weil Karim Jallow gegen seinen Ex-Klub (spielte von 2015 bis 2018 für die Bayern) ein Feuerwerk abbrennt.
Ulmer Kantersieg: Gala-Jallow besiegt seine Ex-Bayern
Der Flügelspieler macht 23 Punkte, holt sich vier Rebounds und sensationelle sechs Steals – Karriere-Bestwert! „Lass krachen, Amigo!“ Jubelt Kommentator Stefan Koch bei einem Dunk des Ulmers im letzten Viertel.
Die Halle tobt und singt in den Schluss-Minuten: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ Matchwinner Karim Jallow genießt den Erfolg. „Ich kann das gar nicht fassen. Wir haben unsere Hausaufgaben heute gemacht. Das war Gänsehaut. Daheim ist es einfach schwer, uns zu schlagen“, so Jallow danach am Dyn-Mikro.
Bayerns Justus Hollatz dagegen mit deutlicher Kritik: „Die Mentaltität hat uns das Spiel gekostet. Es kann nicht sein, dass Karim zehn Dunks hat. Wir müssen es Samstag besser machen. Wir haben einiges gut zu machen. Es ist nur 1:1. Die Serie ist noch nicht vorbei.“
Beste Spieler: Karim Jallow (Ulm/ 23 Punkte), Vladimir Lucic (Bayern/ 17 Punkte, 6 Rebounds)


