Carlo Ancelotti (65) hat sich bei seinem Debüt als Nationaltrainer Brasiliens mit einem 0:0 gegen Ecuador begnügen müssen. Gegen den Weltranglisten-24. gab es in der südamerikanischen WM-Quali nur ein torloses Unentschieden.
Brasilien patzt beim Ancelotti-Debüt.
Gegen die defensiv gut organisierte Mannschaft Ecuadors kam Brasilien im Estadio Monumental Banco Pichincha in der Stadt Guayaquil kaum zu klaren Chancen.
Der Italiener nach seiner Premiere: „Ich habe als Trainer mehr als 1200 Spiele (bisher 1369; d.Red.) absolviert, und heute war mein erstes Spiel als Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft. Das war etwas Besonderes.“
Und: „Für mich ist es ein Geschenk, hier zu sein.“ Dazu meinte er, dass es „ein anderes Gefühl ist, die Nationalmannschaft oder einen Verein zu vertreten. Denn hier hat man das Gefühl, dass ein ganzes Land hinter einem steht.“
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Erst vor zwei Wochen gab Ancelotti seinen Job als Trainer von Real Madrid auf. Vier Jahre war er bei den Königlichen, zuvor stand er bei weiteren Klub wie Paris Saint-Germain, Chelsea, AC Mailand, Juventus Turin und dem FC Bayern an der Seitenlinie. 2024 wurde er Fifa-Welttainer des Jahres und bekam dazu die Johan-Cruyff-Trophäe als Welttrainer. Doch die Zeit im Verein ist vorbei, jetzt zählt die Nationalmannschaft.
Der Coach: „Die Mannschaft hatte eine sehr gute Einstellung und Ordnung und konnte offensiv phasenweise gut pressen. Wir haben praktisch keine Torchancen zugelassen.“
Aber: „Das Spiel mit dem Ball hätte etwas flüssiger sein können, aber es ist ein gutes Unentschieden mit einer guten Leistung. Wir sind zufrieden und zuversichtlich für das nächste Spiel.“ Am 11. Juni müssen sie gegen Paraguay ran.
Vor dem Duell kündigt er an: „Ich denke, gegen Paraguay wird es anders sein, weil wir mehr Möglichkeiten haben werden, das Spiel zu kontrollieren. Es ist ein Spiel mit mehr Tempo, Beweglichkeit und Intensität. Ich denke, das werden wir zu Hause sehen. Wir reisen mit Selbstvertrauen, einem guten Punkt und der Chance, das nächste Spiel zu gewinnen, nach Hause.“
Brasiliens Vinicius Júnior (24), den Ancelotti bereits aus Madrid kennt, nach der Premiere: „Natürlich hatte er noch keine Zeit, seine Arbeit, seinen Spielplan zu zeigen, denn wir hatten ja nur zwei oder drei Tage Training.“

