Für den ersten Absteiger in der Daikin Handball-Bundesliga war die Saison hart. Nicht nur wegen der vielen, vielen Niederlagen (nur zwei Siege), sondern auch körperlich musste der VfL Potsdam richtig einstecken.

Die jüngste Mannschaft der Liga (23,5 Jahre) bekam fast in jedem Spiel die harte Gangart im Handball-Oberhaus zu spüren. Teamarzt Dr. med. Johannes Buitenhuis (34) hatte mit Nadel und Faden ziemlich viel zu tun: Cyrill Akakpo (Platzwunde am Kopf in Göppingen), Nicolas Paulnsteiner (Nasenbruch, Zahn ausgeschlagen, Lippe genäht gegen Erlangen), Elias Kofler (Platzwunde überm Auge, Lippe genäht gegen Leipzig), Max Günther (Gehirnerschütterung gegen Erlangen) und auch im Spiel am Sonntag gegen den SC Magdeburg (23:27) erwischte es wieder einen Potsdamer.

Er kann es selbst kaum fassen: Spektakulärer Blackout von Handball-Weltmeister

Quelle: BILD/Dyn

Diesmal musste Maxim Orlov (23) bluten. Orlov, der im Sommer nach Hannover wechselt, sagt zu SPORT BILD: „Ich habe den Ellenbogen von Philipp Weber ins Gesicht bekommen, die Lippe rechts war eingerissen, ich musste in der Kabine mit vier Stichen genäht werden. Aber alles okay, sieht hoffentlich noch gut aus.“

Potsdams Kapitän genießt jede Pleite

Trotz der vielen Pleiten und schmerzhaften Erfahrungen verrät Kapitän Elias Kofler (24) bei SPORT BILD: „Auch wenn wir verlieren, wie jetzt wieder gegen Magdeburg, ärgert uns das zwar auf der einen Seite, aber wir genießen immer noch jede Sekunde in der Bundesliga und auf dem Spielfeld auch die Niederlagen.“

Und der österreichische Nationalspieler schickt die Erklärung gleich hinterher: „Man darf nicht vergessen, für die meisten von uns sind es immer noch die ersten Spiele in der Bundesliga. Wir freuen uns jede Woche, dass wir uns mit den weltbesten Teams und Spielern messen können.“

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Kofler, der in der Bundesliga bleibt und nach Hamburg wechselt, ergänzt: „Ich persönlich habe in diesem Jahr extrem viel Spielzeit bekommen in der besten Liga der Welt. Ich durfte mit 24 Jahren Kapitän einer Bundesliga-Mannschaft sein. Ich nehme extrem viel aus dieser Saison mit. Wir haben uns unheimlich gut entwickelt, leider etwas spät.“

Gute Spiele abzuliefern, dafür ist es nie zu spät, findet auch Kofler: „Unser Abstieg war absehbar und kommt jetzt nicht überraschend. Deshalb hat die Magdeburg-Niederlage nicht mehr so weh getan. Wir haben einfach die Big Points in dieser Saison nicht gemacht. Ich weiß gar nicht, wie oft wir mit einem Tor verloren haben, oder bis kurz vor Schluss noch dicht dran waren zu gewinnen. Wir haben leider etwas länger gebraucht in der Liga anzukommen als gedacht. Aber jetzt sind wir da und wollen auch in den letzten Spielen in Hannover, gegen Göppingen, in Eisenach und gegen Melsungen zeigen, dass wir eigentlich in diese Liga gehören.“

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