So häufig war das dem deutschen Nationalspieler, der bei Olympia im letzten Jahr Silber holte, in dieser Saison nicht vergönnt. Nur in 17 der bisher 31 Spiele der Erlanger stand der Linkshänder, der diesmal ein Tor erzielte, mit auf der Platte. Keine angenehme Situation für ihn.
Bei Dyn gestand er: „Es ist nicht einfach, vor allem mental nicht.“
Handball: Silberheld von Olympia in Erlangen plötzlich nur noch 3. Wahl
Und weiter: „Ich habe ja nur einen Auftrag. Ich muss überragend trainieren und mich anbieten, um in die Truppe zu kommen. Wenn das wie heute Früchte trägt, freue ich mich umso mehr.“
Warum ist das nicht regelmäßiger der Fall? Steinert: „Die anderen Linkshänder sind auch sehr gut. Toni ist ein überragender Handballer, Viggo ist unser X-Faktor.“
Damit meint er Antonio Metzner, der seit 2019 in Erlangen spielt. Und natürlich Viggo Kristjansson, der im Winter vom SC DHfK Leipzig kam. Steinert: „Es ist schon okay, da auch mal hintenan zu stehen.“
Denn am Ende geht es darum, dass sein Klub die Klasse hält. Steinert: „Es ist sehr existenziell.“
Auch für ihn. Denn sein Vertrag, der noch bis 2026 läuft, hat nur für die Bundesliga Gültigkeit. Wobei man davon ausgehen darf, dass sich Steinert wegen der fehlenden Einsatzzeiten so oder so umschauen wird.
Kommentator fassungslos: Ist DAS der schlechteste Wurf der Handball-Saison?
Trainer Johannes Sellin sagt: „Ein großer Kader ist immer schwierig. Vor allem den Spielern mitteilen zu müssen, dass sie nicht mit im Kader sind. Es tut mir für alle leid. Die Spieler stehen aber dahinter, sind im Training sehr, sehr aufmerksam. Jeder in diesem Kader nimmt diese Aufgabe professionell und mit Hochachtung an.“


