Die Bayern haben sich noch ein Endspiel um Europa erspielt! 97:93 (39:46) siegen die FC Bayern Basketballer gegen Roter Stern Belgrad im ersten Play-in-Spiel um die Endrunde in der Königsklasse.

Die erste Runde Nachsitzen ist überstanden. Doch das hat Kraft gekostet – und Nerven!

Das Team von Weltmeister-Coach Gordon Herbert (66) verlässt sich auf ihre Dreier-Qualität zu Beginn: 12 Punkte, vier Dreier in den ersten vier Minuten.

Für die Bayern-Basketballer die wichtigste Waffe, doch wehe, der Wurf von Außen fällt nicht.

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Quelle: BMW-Open

Kurios: Vier Minuten vor der Halbzeitpause geht Belgrads Dejan Davidovac zum Unparteiischen und signalisiert: Schiri, ich muss runter. Der Routinier geht direkt in die Kabine, kommt nicht mehr zurück auf den Court.

Auch im 18. Euroleague-Spiel diese Saison ist der SAP-Garden mit 11200 Zuschauern ausverkauft. Doch ein Stamm-Platz blieb leer: FC Bayern Präsident Herbert Hainer (70). Der sonst so treue Ober-Fan verpasst das wichtige Spiel aus gesundheitlichen Gründen. Der Bayern-Boss hat sich das Wadenbein gebrochen.

Auffällig in der ersten Hälfte: Nicht Carsen Edwards oder Andi Obst trumpfen auf, sondern Ivan Kharchenkov (18)! Der Youngster (stand die letzten drei Euroleague-Spiele gar nicht auf dem Court) macht seine besten sechs Minuten in der Euroleague bisher. Elf Punkte und eine 100 Prozent Treffer-Quote.

Das größte Problem der Bayern: Sie verlieren immer wieder den Ball, lassen sich von Belgrad aus dem Rhythmus bringen. Den Bayern fehlen die Ideen, 39:46 geht es in die Halbzeit.

Was lässt sich Gordon Herbert einfallen?

Seine Ansprache in der Kabine rüttelt das Team wach – im dritten Viertel sind die Bayern dran. Herbert in der Auszeit drei Minuten vor Viertel-Ende: „Jungs, ist irgendwer gerade müde? Müde? Nein. Ok. Dann haltet noch durch.“

Weil Herbert weiß: Gerade läuft es. 65:59 – Belgrad schwächelt und Edwards zaubert. Mit einer Zehn-Punkte-Führung geht es ins letzte Viertel!

Mega-Krimi um das Endspiel um Europa

Belgrad mit 10:3-Start im letzten Viertel, nur noch 74:71, noch 5:40 Minuten auf der Uhr. Routinier Vladimir Lucic (34) behält die Nerven und die Übersicht – verschafft den Bayern wieder sechs Punkte Vorsprung.

Irre Bayern: In Halbzeit eins war es Youngster Kharchenkov, in Durchgang zwei dann Oldie Lucic.

Auffällig: Carsen Edwards greift sich immer wieder in den Rücken – der Super-Star hat Schmerzen, läuft nicht rund. Doch er beißt auf die Zähne.

Belgrad gibt nicht auf und die rund 2000 Serben-Fans rasten völlig aus. 77:80 – noch 1.44 auf der Uhr, keiner im SAP-Garden sitzt mehr. 82:80, zwei Freiwürfe für Belgrad – 82:82, Carsen Edwards macht die Punkte – 84:82. Belgrad bleiben noch 2,4 Sekunden, doch Belgrad bleibt eiskalt.

84:84 geht es in die Overtime! Ein Basketball-Krimi vom Feinsten.

Beim Stand von 92:89 muss Lucic nach seinem fünften Foul runter, blutet am Arm. Blut-Einsatz vom Bayern-Star.

Purer Wahnsinn: Booker mit dem Stopp, Nick Weiler-Babb wird von 2 Belgrad-Spielern geblockt, wirft den Ball rückwärts über den ganzen Court, bedient Elias Harris – 94:89! Ekstase pur bei den Bayern!

Weiter geht am Freitag in Madrid zum letzten Endspiel um die Playoffs in Europa.

Teaser-Bild

Foto: BILD

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