„FC Bayern vor 20 Jahren“ ist eine Serie, in der BILD historische Artikel wieder zum Leben erweckt. Lesen Sie heute, was die Bayern im Jahr 2005 bewegte.
Der Artikel „Zerbricht Bayern am Chelsea-Desaster?“ ist am 9. April 2005 bei BILD erschienen
Der Rekordmeister nach dem drohenden Aus in der Champions League. Nach der „Erniedrigung“ (Kapitän Oliver Kahn) beim 2:4 in London.
Zerbricht Bayern am Chelsea-Desaster?
Nur 64 Stunden nach der Pleite und 78 Stunden vor der erhofften Sensation im Rückspiel dürfen Kahn & Co heute nur an den Meistertitel und einen Sieg gegen Gladbach denken. Trainer Felix Magath: „Jedes Spiel kann jetzt vorentscheidend sein. Und nach Mittwoch ist ein Erfolg noch wichtiger.“ Aber wie tief sitzt bei den Stars der Frust der Niederlage?
Magath spürt, dass ein feines Händchen gefragt ist. Gestern ließ er erstmals die Spieler schon mittags vorm Abschlusstraining zum Essen zusammenkommen – Frustbewältigung.
Auch das 0:2 im Hinspiel bei Gladbach (damals unter Interims-Trainer Köppel) spukt noch in den Köpfen der Bayern-Stars herum. Und Chelsea hat gezeigt, wie man Bayern weh tut: langer Ball nach vorn, Kopfballablage in den Rückraum – Tor. Magath: „Es ist wichtig zu zeigen, dass das Ausrutscher waren.“
Der Mann, der Ordnung bringen soll: Martin Demichelis (gegen Chelsea gesperrt). Die Zahlen sprechen für den Argentinier: Fünf Mal spielte er in der Liga zentral defensiv im Mittelfeld – die Bilanz: fünf Siege, nur ein Gegentor.
Zudem ist Roy Makaay dabei. Und der Torjäger (zuletzt verletzt) will es einem besonders zeigen: Gladbachs Trainer Dick Advocaat ist nicht Makaays Liebling!
Bei der EM ließ der damalige Bondscoach den Stürmer auf der Bank versauern. Advocaat wechselte Makaay nur dreimal in fünf Spielen ein. Als Rechtsaußen…
