Die Mittelhessen haben am Freitag bekannt gegeben, dass sie der Kroate Nikola Grahovac (26) ab Sommer für zwei Spielzeiten verstärken wird. Am Abend verpassen sie die nächste Erfolgsmeldung, Wetzlar hat gegen den TVB Stuttgart mit 26:28 (10:14) verloren.
Handball-Bundesliga: Wetzlar holt Abwehrschrank und verliert zwei Punkte
Grahovac (2,01 Meter, 111 Kilogramm) kommt vom amtierenden ungarischen Meister One Veszprem HC, mit dem er das Viertelfinale in der Champions League gegen den SC Magdeburg erreicht hat.
Jasmin Camdzic, Sportlicher Leiter bei der HSG Wetzlar: „Mit 26 Jahren bringt Nikola schon einiges an Erfahrung mit, ist aber immer noch in einem Alter, wo er sich noch weiter verbessern kann. Er hat sich in den vergangenen Jahren als Spieler sehr gut entwickelt und wird eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft übernehmen.“
Gegen Stuttgart stecken die Mittelhessen über zehn Minuten im Torstau, in der 22. Minute trifft Domen Novak zum 8:7. Die abstiegsgefährdeten Schwaben lassen sich aber nicht abschütteln, schlagen zurück und gehen mit zwei Treffern in Führung. Das 10:14 zur Pause ist leistungsgerecht, weil Wetzlar völlig unter Form agiert und Stuttgart jeden Fehler mit Eiseskälte bestraft.
Nach dem Wechsel spielt Wetzlar konzentrierter, gerät aber dennoch 15:20 (41.) in Rückstand. Danach startet die HSG die Aufholjagd, Dominik Mappes erzielt mit dem 20:21 (49.) den Hoffnungs-Treffer. Kriegt die HSG das Ding noch mal gekippt?
Nein, Stuttgart rafft sich wieder auf und holt sich in einer dramatischen Schlussphase einen enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Der TVB hat jetzt 14 Pluspunkte und damit sechs Zähler Luft zum ersten Abstiegsplatz, den der HC Erlangen belegt. Die Mittelfranken empfangen am Samstag (19 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) den Tabellenführer Füchse Berlin.


