Bei der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland und den Niederlanden kämpfen aktuell fünf ehemalige Spielerinnen von HB Ludwigsburg um den Titel.
Der Meister und Pokalsieger der letzten Bundesliga-Saison, der zuvor unter dem Namen SG BBM Bietigheim viele Titel (fünf Mal Meister, drei Mal DHB-Pokal)hamsterte, ist seit Sommer insolvent. Jetzt wurde der Pleite-Klub von der Europäischen Handballföderation (EHF) mit Sanktionen belegt.
Handball-Verband bestraft insolventen Frauen-Klub
Der „EHF Court of Handball“ hat gegen den HB Ludwigsburg eine Teilnahme-Sperre an allen europäischen Vereinswettbewerben für zwei Spielzeiten verhängt. Außerdem wurde wegen des Rückzugs vom Spielbetrieb (August) eine Geldstrafe von 25.000 Euro ausgesprochen.
Wie die allerdings bezahlt werden soll, ist fraglich. Denn am 28. August wurde am Amtsgericht Ludwigsburg unter dem Aktenzeichen 6 IN 510/25 „das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schuldnerin“ eröffnet.
Gleichzeitig hatte der Insolvenzverwalter am 28. August angezeigt, dass „Masseunzulänglichkeit“ vorliegt. Heißt: Die Insolvenzmasse deckt zwar die Kosten des Insolvenzverfahrens, reicht aber nicht aus, um die sonstigen Verbindlichkeiten zu begleichen.
Die EHF weiter: „Der Verein ist für die Erstattung potenzieller Schäden verantwortlich, die sich aus dieser Angelegenheit ergeben.“
Für die Saison 2025/26 steht HB Ludwigsburg nach der Insolvenz als erster Bundesliga-Absteiger fest. Aktuell hat der Klub keine Mannschaft, auch ein Start in der 2. Frauen-Bundesliga ab Sommer 2026 ist derzeit fraglich. Gegen den Strafbescheid der EHF kann HB Ludwigsburg bis kommenden Montag Einspruch einlegen.


