Mit einem Torfestival sind die deutschen Fußballerinnen in die Qualifikation zur WM 2027 in Brasilien gestartet. Das Team von Bundestrainer Christian Wück wirbelte vor 19.169 Zuschauern in Dresden gegen Slowenien und landete einen hochverdienten 5:0 (2:0)-Sieg.
Die Tore für die DFB-Frauen erzielten die Wolfsburgerin Vivien Endemann (24), Frankfurts Elisa Senß (28), Bayern-Star Linda Dallmann (31), die Bremerin Larissa Mühlhaus (23) und Lea Schüller (28) von Manchester United.
Wück baut Offensive um
Die DFB-Frauen hatten in der Offensive personelle Probleme. Die EM-Stars Klara Bühl (25), Selina Cerci (25) und Giovanna Hoffmann (28) fielen verletzt aus. Bundestrainer Christian Wück (52) brachte die unerfahrene Shekiera Martinez (24/3. Länderspiel), Routinierin Dallmann und Flügelflitzerin Endemann. Mit Spielmacherin Jule Brand (23) bildeten sie eine sehr flexible Offensive mit vielen Positionswechseln.
Schon vor der Pause entschieden die Deutschen das Spiel. Beim Start-Feuerwerk trafen Endemann nach starker Dallmann-Vorarbeit (6. Minute) und Senß nach Endemann-Pass (12.). Endemann (23.) und Martinez (35.) verpassten eine höhere Führung.
Mühlhaus trifft bei DFB-Debüt
Auch nach der Pause ging es blitzschnell. Die starke Dallmann knipst nach Nüsken-Pass zum 3:0 (48.). Nur vier Minuten später traf unser nächstes Offensiv-Talent. Für die eingewechselte Mühlhaus von Werder Bremen war es das erste Tor im ersten Länderspiel. Auch Joker Schüller stach, traf in der 71. Minute nach Vorarbeit von Endemann zum 5:0.
Spannend: Die ersten vier Torschützinnen stehen vor einem Wechsel im Sommer. Die Verträge von Endemann, Mühlhaus und Dallmann laufen aus. Es gibt zahlreiche Angebote aus dem Ausland. Und Senß hat eine Ausstiegsklausel. Sie ist eine heiße Transfer-Kandidatin bei den Bayern.
Am Samstag (18 Uhr) geht es in Norwegen weiter. Bei den Skandinavierinnen dürfte es für die Wück-Elf deutlich schwieriger werden. Übrigens: Das Spiel wird vom ZDF nur im Internet-Stream übertragen. Im Hauptprogramm zeigt das Zweite die Paralympischen Winterspiele und „Die Bergretter“.
