Die Weltmeisterschaft 2026 sorgt erneut für Diskussionen um die Einreisebestimmungen in den USA. Diesmal betroffen: die Fans der Elfenbeinküste. Nach Angaben der offiziellen Fanvereinigung des afrikanischen Landes haben zahlreiche Anhänger keine Visa erhalten und können ihre Nationalmannschaft daher nicht vor Ort unterstützen.
Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), äußerte sich deutlich zu der Situation. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte er: „Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will.“
Große Enttäuschung bei den Anhängern
Noch im Frühjahr hatte die Fanvereinigung gehofft, mit einer großen Delegation zur Weltmeisterschaft reisen zu können. Rund 500 Fans sollten die „Elefanten“ bei ihren Spielen unterstützen.
Daraus wird nun offenbar nichts. Laut Kouadio erhielten lediglich einige wenige Funktionäre der Organisation eine Einreisegenehmigung. Diese sollen sich während des Turniers um die bereits in den USA lebenden Fans aus der Elfenbeinküste kümmern. „Die USA haben uns gegenüber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Fans nicht dort haben wollen“, sagte der CNSE-Präsident.
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Visa-Probleme beschäftigen die WM
Der Fall reiht sich in eine Serie von Problemen rund um Visa und Einreisegenehmigungen ein. So durfte der somalische Schiedsrichter Omar Artan (34) trotz gültigen Visums nach seiner Einreise nicht im Land bleiben. Auch die Nationalmannschaften des Iran und Südafrikas mussten lange auf die Ausstellung ihrer Visa warten.
Dem Schweizer Nationalspieler Breel Embolo (29) wurde seine Einreisegenehmigung ebenfalls erst verspätet erteilt. Zuletzt berichteten zudem schottische Fans über Probleme bei der Anreise zur Weltmeisterschaft.
Für die Elfenbeinküste kommt die Nachricht zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Mannschaft gehört zu den Gegnern der deutschen Nationalmannschaft in der Gruppenphase. Zwei ihrer drei Vorrundenspiele bestreiten die Afrikaner in Philadelphia. Dort treffen sie zunächst auf Ecuador und später auf Curaçao. Das Duell mit dem DFB-Team findet am 20. Juni in Toronto statt.

