Eigentlich schien die Zukunft von Ibrahima Konaté (27) in Liverpool längst geklärt. Noch im Frühjahr sprach der französische Nationalspieler von einer baldigen Einigung. Jetzt droht den Reds jedoch ein spektakulärer Abgang und ausgerechnet Xabi Alonso (44) könnte davon profitieren.
Nach Informationen von „Sky Sports“, der „Daily Mail“ und der französischen Zeitung „L’Équipe“ sind die Vertragsgespräche zwischen dem FC Liverpool und Konaté zuletzt ins Stocken geraten. Transfer-Insider Fabrizio Romano berichtet, dass es endgülzig vorbei ist zwischen den beiden Parteien. Damit wird der Innenverteidiger den LFC ablösefrei verlassen.
Alonso mischt im Konaté-Poker mit
Besonders interessant: Zu den Vereinen, die die Situation aufmerksam verfolgen, zählt offenbar auch Chelsea. Dort ist Xabi Alonso Cheftrainer. Der frühere Leverkusen-Coach soll laut französischen Berichten großes Interesse daran haben, seine Defensive mit einem erfahrenen Topspieler zu verstärken.
Der 27-Jährige würde perfekt in dieses Profil passen. Der 1,94 Meter große Abwehrspieler gehört seit Jahren zu den konstantesten Verteidigern der Premier League. In der abgelaufenen Saison kam er auf 51 Pflichtspiele für Liverpool und bildete gemeinsam mit Kapitän Virgil van Dijk (34) das Herzstück der Defensive.
Für Alonso wäre ein ablösefreier Konaté deshalb ein echter Transfer-Coup. Zumal Chelsea nach einer enttäuschenden Saison wieder zur europäischen Spitze aufschließen will und dringend mehr Erfahrung im Kader benötigt.
Ibrahima Konate (27) und der LFC gehen im Sommer getrennte Wege
Vom Verlängerungs-Kandidaten zum Wechselkandidaten
Überraschend ist die Wende vor allem wegen Konatés eigener Aussagen. Noch im April sagte er: „Es gab Gespräche mit dem Verein und wir sind kurz vor einer Einigung. Für sicher besteht eine große Chance, dass ich nächste Saison noch hier bin. Das habe ich mir immer gewünscht.“ Neben Chelsea beobachten auch Real Madrid, PSG und der FC Bayern die Lage.
Für Liverpool ist ein ablösefreier Abgang sehr bitter: Der Verteidiger kam 2021 für rund 40 Millionen Euro von RB Leipzig und absolvierte 183 Pflichtspiele für die Reds. Sollte er ohne neuen Vertrag zur WM reisen, dürfte der Poker weiter Fahrt aufnehmen, mit Alonso als möglichem Profiteur.

