Wird am Ende alles gut zwischen Werder und Victor Boniface (24)?
Beim 1:0 gegen Union Berlin stand die Leihgabe von Bayer Leverkusen das erste Mal in der Bremer Startelf. Der Stürmer spielte bis zur 85. Minute durch – dabei wurde ihm intern eine so lange Distanz nicht zugetraut. Doch Boniface quälte sich, arbeitete viel nach hinten. Das kam gut bei den Mitspielern und dem Trainerteam an.
Der Stürmerstar, der im Internet schon mal mit wirren Posts auffällt, ist sehr beliebt innerhalb des Teams, weil er immer gute Laune verbreitet und nicht wie ein Ego-Shooter auftritt. Aber: Wird Boniface jemals wieder zu der Form zurückfinden, die ihn in Leverkusen so stark machte? Zur Erinnerung: In seinen ersten sechs Bundesliga-Partien für Leverkusen zu Beginn der Saison 2023/24 standen bei Boniface sechs Tore und zwei Vorlagen zu Buche. Auch dank ihm wurde Leverkusen Meister.
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Für Bremen absolvierte Boniface erst 190 Einsatzminuten und legte nur ein Tor auf. Sein Problem nach diversen gesundheitlichen Ausfällen (Oberschenkelverletzungen/Krankheit): Der Nigerianer ist langsamer geworden, sprintet weniger. Pro 90 Minuten zog er als Bremer nur 13 Sprints an und kam auf einen Top-Speed von lediglich 31,4 Km/h. In seinen Zeiten bei Leverkusen sprintete er im Schnitt pro Spiel 20-mal und kam auf eine Maximalgeschwindigkeit von 33 km/h.
Was auch daran liegt, dass Boniface nicht austrainiert ist, das eine oder andere Kilo zu viel mit sich trägt. Mit Sonderschichten arbeitet er an seiner Fitness. Doch den Bremer Verantwortlichen ist bewusst: Die körperliche Spiel-Fähigkeit bekommt er am besten über lange Einsätze wie gegen Union.
Werder weiß, dass es noch etliche Wochen dauert, bis Boniface in Bestform ist. Manager Clemens Fritz (44) lobt dessen Einstellung, sagt: „Victor nimmt die Aufgabe bei uns an. Er ist voll dabei und hängt sich richtig rein. Es ist in seinem eigenen Interesse, sich so gut wie möglich zu präsentieren.“ Denn im Sommer 2026 endet die Leihe.
Allerdings haben die Bremer nach SPORT BILD-Info Sorge vor zusätzlichen Komplikationen. Denn vom 21. Dezember bis 18. Januar findet in Marokko der Afrika-Cup statt, Nigeria ist qualifiziert. Der Stürmer ist einer der Top-Stars der „Super Eagles“. Wird Boniface in dieser Zeit so gut trainieren können wie in Bremen, wo er alle Hilfe von Coach Horst Steffen (56), dessen Assistenten und der medizinischen Abteilung bekommt? Und wird der Angreifer die vielen Spiele gesundheitlich gut überstehen?
Denn klar ist: Nur wenn Königstransfer Boniface topfit ist, kann er Werder helfen.

