Die Stimmung könnte so gut sein…

Mit Frankreich gewann Kylian Mbappé am Donnerstag in der WM-Quali zu Hause in Paris mit 4:0 gegen die Ukraine. Er selbst traf dabei doppelt (55./84.), qualifizierte sich und sein Team dank des Sieges für die WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA. Der Erfolg scheint aber nicht vor Problemen zu schützen.

Denn: Wegen einer Entzündung im rechten Knöchel verließ der Stürmer von Real Madrid seine Nationalmannschaft und reist nicht mit weiter ins sechs Stunden entfernte Baku, wo Sonntag gegen Aserbaidschan (18 Uhr/DAZN und Live-Ticker bei SPORTBILD.de) das letzte Quali-Spiel ansteht. Stattdessen soll er in Madrid nun weiter behandelt werden.

Jérôme Rothen (47) sieht das problematisch. Der ehemalige französische Nationalspieler (13 Länderspiele) gegenüber RMC: „Mbappé ist der Kapitän, er wird bevorzugt behandelt, schön und gut. Aber es gibt andere Spieler, die das ganze Jahr über die gleiche Anzahl an Spielen bestreiten. Glauben Sie, die sind nicht müde und würden nicht lieber ein bedeutungsloses Spiel auslassen? Sie fahren, weil sie müssen.“ Mbappé soll bereits im Oktober Ärger mit dem Knöchel gehabt haben, deswegen auch nicht mit nach Island (2:2) gereist sein. Für Real Madrid machte der Stürmer im Jahr 2025 bereits 51 Spiele, dazu kamen acht Länderspiele. Bayerns Olise (58) und Paris‘ Doué (54) haben ähnlich viele Einsätze hinter sich.

Jérôme Rothen

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Rothen: „Bekommt er eine Sonderbehandlung? Wenn man qualifiziert ist, ist alles in Ordnung, aber wenn es kompliziert wird… Solche Entscheidungen können Probleme in der Kabine verursachen, und ich bin nach wie vor überzeugt, dass einige Spieler diese Bevorzugung satt haben.“

Und weiter: „Solange man gewinnt, sagt niemand etwas. Aber wenn es mal nicht so gut läuft, rächen sich solche Entscheidungen. Ich glaube, einige Spieler haben die Nase voll davon.“

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Quelle: BILD

Klar ist: Es ist nicht das erste Mal, dass Rothen Mbappé kritisiert. 2021 erklärte er unter anderem: „Ich glaube, dass Didier Deschamps (Nationaltrainer; d.Red.) damit nicht länger umgehen kann und dass es problematisch ist. Es ist überraschend, dass er Mbappé so viele Dinge tun lässt.“

Fest steht aber auch: In den vergangenen sechs Partien für Frankreich erzielte Mbappé sieben Tore, bereitete dazu fünf vor.

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