Es waren Verhandlungen, die nicht besonders lange dauerten – und trotzdem nicht einfach waren.

Der BVB hatte am Dienstag offiziell vermeldet, dass Trainer Niko Kovac (53) seinen Vertrag um eine weitere Saison bis 2027 verlängert.

Ein Signal des gegenseitigen Vertrauens und der Kontinuität: Kovač kann in der neuen Saison ungestört arbeiten und intern weiter seine Spielidee, Strukturen und Werte etablieren. Sport-Boss Lars Ricken (49) verfolgte seit Sommer den Plan, nicht mit einem auslaufenden Trainer-Vertrag in die neue Saison zu gehen – um den Spielern zu signalisieren, sich langfristig mit dem Kovac-Weg zu identifizieren.

SPORT BILD kennt die neuen Konditionen und weiß, was sich künftig in den Punkten Gehalt, Feuerklausel, Titelprämie, und Macht verändert.

BVB: Neue Details zum Kovac-Vertrag

Gehaltserhöhung: Vergangene Saison kassierte der Kroate über 3,5 Mio. Euro pro Saison. Ab sofort verdient Kovač deutlich mehr: rund 4,5 Mio. Euro! Die Aufbesserung ist eine logische Folge: Kovač hatte Dortmund vergangene Rückrunde von Krisen-Platz 11 noch bis auf Champions-League-Quali-Platz 4 und zudem ins Viertelfinale der Klub-WM geführt.

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Quelle: DFL

Titelprämie: Für die kaum noch geglaubte Champions-League-Qualifikation hatte Kovač im Sommer bereits eine Sonder-Zahlung in Höhe von 750.000 Euro erhalten. Für einen Titel bekäme er noch mehr. Eine Titelprämie ist in den Trainer-Verträgen obligatorisch, beim Gewinn der Meisterschaft darf Kovač mit über einer Mio. rechnen. Ein lukrativer Anreiz!

Feuerklausel: Sollte sich die Klub-Führung im Falle des Misserfolgs vorzeitig von seinem Trainer trennen wollen, würde das dem BVB finanziell richtig wehtun. Nach BILD-Informationen wurde in den Vertragsverhandlungen eine Abfindung-Regelung vereinbart. Diese besagt, dass Kovač eine sofortige Einmalzahlung erhalten würde und anschließend sofort bei einem neuen Klub unterschreiben dürfte.

Eine ähnliche Klausel besaß Kovač bereits auch in seinem bisherigen Vertrag. Beim Verpassen der Champions League hätte der BVB ihn entlassen können, hätte ihm dafür zwei Drittel seines Restgehalts auszahlen müssen.

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Quelle: mls on apple tv

Macht: Kovač wird intern immer stärker. In die Vertragsverhandlungen brachte vor allem auch er selbst Tempo. Kader und Transfers sind bereits klar auf seine Bedürfnisse zugeschnitten. Beispiel: Mit Carney Chukwuemeka (21/für 20 Mio. plus Boni von Chelsea) wurde ein weiterer Zentrumsspieler verpflichtet, während auf Zugänge auf den Flügeln verzichtet wurde. Auch beim Personal durfte er sich frei entfalten und seinen Staff ganz neu zusammenstellen.

Zu den Bossen und zur Klubspitze pflegt er ein enges Vertrauensverhältnis. Bei den Stars gilt Kovač als Respektsperson, die alle Abläufe (wie zuletzt die Eistonnen-Pflicht) genau kontrollieren lässt.

Allerdings: Nach dem Stolper-Start mit dem knappen Pokal-1:0 in Essen und dem Liga-3:3 auf St. Pauli hat auch Kovač noch zahlreiche Baustellen zu bearbeiten. Mit dem neuen Vertrag hat BVB-Boss Ricken auf der Trainer-Position aber vorerst für Ruhe gesorgt.

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