Ende der ersten Halbzeit kam es beim 15:17-Rückstand des gastgebenden ungarischen Top-Klubs gegen die Portugiesen zu einem dramatischen Zwischenfall.
Große Sorge um dänischen Handball-Schiri
Es ist die 29. Minute, Lissabon ist im Angriff, plötzlich fällt einer der beiden dänischen Schiedsrichter um, er kippt nach rechts zur Seite. Es ist Jesper Madsen, Spieler beider Teams eilen sofort zu ihm und sehen, dass er ohnmächtig zu sein scheint. Die Spieler winken hektisch ärztliche Hilfe heran.
Besonders dramatisch: Madsen spürt sogar noch, dass er gleich umfällt und kann mit seiner Pfeife gerade noch das akustische Signal zum Time-Out pfeifen, bevor er umfällt. Das Auszeit-Zeichen mit beiden Händen versucht er zwar, bekommt es aber nicht mehr hin.
Nach längerer Behandlungspause wird er unter dem Applaus der Zuschauer auf einer Trage aus der Halle gefahren, da ist Madsen zum Glück wieder bei Bewusstsein.
Der kollabierte, aber wieder ansprechbare, Schiedsrichter wird aus der Halle gefahren
Madsen zählt mit seinem Referee-Partner Mads Hansen zu den besten Schiedsrichter-Duos in ganz Europa. Hansen leitet das Spiel in Veszprem nun alleine zu Ende, regeltechnisch steht dem nichts entgegen. Madsen und Hansen waren als Gespann schon bei vielen internationalen Top-Turnieren im Einsatz.
Die Ungarn aus Veszprem haben am Ende 33:32 gegen Lissabon gewonnen, das Ergebnis spielt an diesem dramatischen Handball-Abend in der Königsklasse aber überhaupt keine Rolle. Xavier Pascual (früher FC Barcelona), der spanische Trainer der Ungarn: „Wir waren schockiert über das, was vorgefallen ist.“
Schiri Jesper Madsen ist zu weiteren eingehenden Untersuchungen in ein Krankenhaus abtransportiert worden.
Veszprem, in einer Gruppe mit den Füchsen Berlin, hat damit das Viertelfinale vorzeitig erreicht.


