Die Augen leuchten, das Lächeln im Gesicht ist Dauerzustand. Im ersten WM-Spiel fünf Tore, im zweiten sieben Treffer und zur besten Spielerin des Spiels gewählt – Nieke Kühne (21) legt bei der Handball-WM gegen Island (32:25) und Uruguay (38:12) ein beeindruckendes Debüt aufs Parkett.

Selbstbewusst, unbekümmert, stark – der Weltverband IHF hat der jüngsten deutschen Spielerin schon einen Spitznamen verpasst, schreibt auf Instagram, Kühne „ist wie ein Meteorit auf dem Planeten WM gelandet“. Der Meteorit ist aber ganz bodenständig und bescheiden. „So ein WM-Debüt zu haben, ist natürlich richtig schön. Und ehrlich, es war schöner als in meinen Träumen. Ich bin schon nach dem ersten Spiel mit einem Grinsen wieder aufgewacht.“

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Die Jüngste ist eine der torgefährlichsten Spielerinnen im DHB-Team. Und das kommt nicht von ungefähr, ihre Stärke sind neben den Würfen aus dem Rückraum, ihre Schnelligkeit und vor allem das Spiel eins gegen eins.

Die Jüngste rockt die Handball-WM: SIE ist unser größtes Handball-Juwel

Kühne verrät: „Ich gucke wahnsinnig gern Handball, gefühlt jedes Spiel, eigentlich alles, was läuft und mir unter die Finger kommt. Ich bin schon ein wenig handball-bekloppt. Und wenn ich etwas Cooles dabei entdecke, probiere ich es aus, will wissen, ob ich das auch hinbekomme.“ Besonders die Spiel-Moves von Kiels Elias Ellefsen à Skipagotu haben es ihr angetan: „Skipagotu macht immer kreative Dinge, das versuche ich dann nachzumachen.“

Bundestrainer Markus Gaugisch (52/l.) mit seinem Juwel Nieke Kühne (21/3.v.r.)

Bundestrainer Markus Gaugisch (52/l.) mit seinem Juwel Nieke Kühne (21/3.v.r.)

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12 Tore in zwei Spielen, dabei stand Nieke nie länger als 22 Minuten auf dem Feld. Bundestrainer Markus Gaugisch (52) ist stolz auf sein Talent und muss sie schon zum zweiten Mal extra loben: „Nieke kommt wie gegen Island wieder rein und macht sich keinen Kopf. Das ist schon außergewöhnlich in dem Alter ohne Turniererfahrung, dass sie da so unbekümmert ihre Qualitäten abruft.“

Und einmal angefangen lobt Gaugisch den Rest der „jungen Wilden“ gleich mit, Nina Engel (22) und Viola Leuchter (21). Er schwärmt: „Die jungen Mädels sind voll integriert und akzeptiert. Das ist toll zu sehen. Die haben ein gutes Mindset, sind nie zufrieden, hören gut zu und wollen immer lernen. Die leben Handball und wollen das auch. Ihre Welt ist 40 mal 20 und nichts anderes. Da haben wir eine richtig gute Gang.“

Auf dem WM-Zimmer wohnt Kühne mit ihrer Vereinskollegin Alexia Hauf (27). Beide spielen bei der HSG Blomberg Lippe und bei der WM gern mit Karten. In der Spiele-Runde der Nationalmannschaft sind sie fast immer dabei. Gezockt wird mit dem Spiel „Skyyo“ oder „Wizard“.

Kühne (unterstützt in der Bundeswehrfördergruppe Warendorf) hätte gern auch etwas für ihr Fernstudium getan: „Ich studiere seit Kurzem Kindheitspädagogik, ich habe die Sachen auch mit, aber ich glaube, das muss bis nach der WM warten. Ich habe hier nur Handball im Kopf.“

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