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Die Wege sind kurz im dritten Stock der Schalker Geschäftsstelle. Die Büros von Kaderplaner Maximilian Lüftl (31), Sport-Boss Frank Baumann (50) und Vorstandschef Matthias Tillmann (42) liegen nebeneinander, man kann sich innerhalb weniger Momente zusammensetzen. Genau das taten die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen mehrfach. Sie nahmen die wichtigsten Kennzahlen des Schalker Spiels aus der vergangenen Saison zur Hand und setzten sie in den Erstliga-Kontext. Dabei fiel ihnen schnell auf: Zehn Minuten werden in der kommenden Spielzeit eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Der Hintergrund: Das Team von Trainer Miron Muslic (43) kam in der Aufstiegssaison auf eine durchschnittliche Netto-Spielzeit von 51,82 Minuten – den niedrigsten Wert in der gesamten zweiten Liga. Bei keiner anderen Mannschaft war das Spiel so häufig unterbrochen, lief der Ball weniger als bei Partien mit Schalker Beteiligung. Bei den Top-Teams der ersten Liga lag die Netto-Spielzeit bei über 60 Minuten. Der FC Bayern erreichte einen Wert von 61,56 Minuten, Leverkusen von 60,88 Minuten. Also rund zehn Minuten mehr. Bedeutet für den Revier-Klub: Die Mannschaft wird deutlich weniger Verschnaufpausen bekommen, muss körperlich nochmals zulegen und die Laufwerte deutlich erhöhen. Mit einer Laufdistanz von insgesamt rund 4000 Kilometern wäre Schalke in der Bundesliga gerade einmal auf Rang 16 gelandet.

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Ein Umstand, der die Bosse sehr beschäftigt. Sie sind sich einig, dass die Mannschaft Spieler benötigt, die eine sehr hohe Intensität auf den Platz bringen. Entschieden ist, dass jeder Mannschaftsteil verstärkt werden soll. Und zwar mit Profis, die den Kader nicht in der Breite, sondern in der Spitze verstärken. Mitläufer sollen nicht kommen, sondern potenzielle Leistungsträger. Gesucht werden neue Außenverteidiger, ein linker Innenverteidiger, ein defensiver sowie ein offensiver Mittelfeldspieler und ein Stürmer.

Bei zwei Spielern ist die Situation eine andere. Und beide sind vom „Wir-müssen-mehr-laufen-Plan“ ausgenommen. Zum einen Loris Karius (32), der als Torhüter andere Qualitäten aufweisen muss. Ihm liegt ein Vertragsangebot vor. Der Schlussmann soll bis 2028 inklusive Option auf ein weiteres Jahr verlängern. Der jüngste Austausch zwischen beiden Parteien war vielversprechend, die Bosse erhielten das Signal, dass er sich eine Zukunft auf Schalke sehr gut vorstellen könne. Die Unterschrift soll zeitnah erfolgen, Karius zum Gesicht des Teams werden.

Zum anderen Edin Dzeko (40), der schon aufgrund seines fortgeschrittenen Fußball-Alters keine Laufmaschine mehr ist. Seine Torgefahr sowie sein extrem hohes Ansehen in der Kabine lassen ihn zum Sonderfall werden. Ihm wird zugetraut, als Joker weiterhin ein wichtiger Impulsgeber zu sein. Zumal die Bosse gespürt haben, wie sich vor allem die jüngeren Spieler an ihm orientieren. Nach SPORT BILD-Informationen hat der Revier-Klub dem Stürmer deshalb nun ein konkretes Angebot vorgelegt: einen Vertrag bis 2027. Der Spieler selbst will sich jedoch erst nach der Weltmeisterschaft entscheiden, an der er mit der bosnischen Nationalmannschaft teilnimmt. Einige Mitspieler aus dem Mannschaftsrat wie Kenan Karaman (32) und Nikola Katic (29) haben ihm längst gesagt, dass sie sich eine weitere Zusammenarbeit sehr wünschen.

Wie wichtig Dzeko nicht nur für die Mannschaft ist, beweist folgender Vorgang: Die Bosse fragten ihn zuletzt um eine Einschätzung über einen potenziellen Neuzugang, den der Weltstar persönlich gut kennt. Dzeko soll Schalke auch weiterhin helfen – in vielerlei Hinsicht.

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