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Brütende Hitze in Paris! Seit Tagen klettern die Temperaturen auf den Courts auf bis zu 35 Grad – und eine Abkühlung ist nicht in Sicht. Die diesjährigen French Open gehören schon jetzt zu den heißesten der Geschichte. Für die Tennis-Profis eine echte Tortur. Auch Eva Lys (24) musste durch die Gluthitze. Die Hamburgerin spielte ihr Match gegen Petra Marcinko (20) zur Mittagszeit, kurz vor 14 Uhr – genau dann, wenn die Sonne am gnadenlosesten brennt. Auf Court 5 kein Schatten, kein Schutz. Trotzdem behielt Lys die Nerven und setzte sich souverän mit 6:3, 6:0 durch. Damit steht sie in Runde zwei.

Lys: „Die Bedingungen waren sehr schwer und ich habe gesehen, wie die Spielerinnen gestern und heute Probleme mit dem Wetter hatten. Ich habe mir vorgenommen viel zu trinken und gehofft, dass ich nicht diejenige bin, die wegkippt.“ Das meisterte sie sehr gut, ließ sich auch vom Break gegen sie im ersten Spiel nicht umwerfen. Die Nummer 81 der Welt: „Alles, was man trinkt, schwitzt man raus. Von rechts nach links laufen, da schwitzt man sich einen ab, der Schläger bleibt nicht in der Hand, es ist nicht einfach. Generell habe ich kein Problem mit der Hitze, bis es so heiß wird wie in den vergangenen Tagen. Man muss unglaublich viel auf die Ernährung achten, wie viel man trinkt, dass man Salz und Elektrolyte zu sich nimmt.“

Immer wieder ließ sich Eva Lys Eisbeutel reichen, um sich beim Seitenwechsel abzukühlen

Foto: Frank Molter/dpa

Kleiner Trick: „Man muss sich schon Tage vorher auf die Hitze vorbereiten und das habe ich gemacht.“ Dass dies das richtige Rezept ist, merkt sie. „Früher hatte ich viel mit Krämpfen zu tun. Ich hoffe, dass es nicht mehr so weit kommt. Dafür mache ich was.“ Bestätigung holt sie sich bei ihren Kontrahentinnen. „Alle, mit denen ich gesprochen habe, meinten: Alle 15 Minuten wird es schwerer. Das Gute ist, beide Spielerinnen haben diese Bedingungen. Ich habe immer zu mir gesagt: Du bist nicht die, die wegkippt“, so Lys.

Marcinko hatte mit der Hitze offenbar größere Probleme – vielleicht auch, weil sie eine intensive Woche in den Beinen hatte. Erst am Samstag feierte die Weltranglisten-51. in Rabat ihren ersten WTA-Turniersieg. Lys erkannte die Situation sofort: „Ich habe gespürt, dass sie müde ist und nach ihrem ersten Titel nicht so konzentriert ist. Das habe ich zu meinem Vorteil genutzt.“

Jetzt wartet am Mittwoch Sorana Cirstea (36). Gegen die Rumänin war Lys bei den Australian Open noch ausgeschieden. Für Cirstea ist es die letzte Saison auf der Tour – Erfahrung trifft auf Revanche-Chance.

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