Jetzt gibt es Konsequenzen! Nach seiner sexistischen Äußerung gegenüber der brasilianischen Schiedsrichterin Ana Carvalho wurde Adolfo Daniel Vallejo (22) nun zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Vorfall ereignete sich im Zuge von Vallejos Ausscheiden bei den French Open gegen den französischen Shootingstar Moïse Kouamé (17). Für sein Vergehen muss der Paraguayer jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 65.000 US-Dollar (rund 55.000 Euro) zahlen. Das gab Turnierdirektorin Amélie Mauresmo am Montag bekannt.
Im Anschluss an seine Fünf-Satz-Niederlage gegen Kouamé sagte Vallejo beim Tennisportal „Clay“: „Das Match muss ein Mann leiten, denn das Publikum ist sehr anspruchsvoll, und man braucht viel Durchsetzungskraft.“ Während der fünfstündigen Partie hatte der Südamerikaner mit den französischen Zuschauern zu kämpfen. Die unterstützten standesgemäß lautstark und emotional Lokalmatador Kouamé.
Öffentliche Entschuldigung nicht ausreichend
Schon kurz nach der verbalen Entgleisung hatte Vallejo in den sozialen Medien um Entschuldigung gebeten. „Ich habe Respekt vor den Schiedsrichtern und der Arbeit, die sie leisten“, schrieb der 71. der Weltrangliste: „Nach einem fünfstündigen Kampf war ich sehr aufgebracht und voller Emotionen. Ich entschuldige mich.“ Zudem fühlte er sich in seiner Aussage missverstanden: „Ich möchte auch klarstellen, dass ich ihr die Schuld an der Niederlage nicht gegeben habe. Sie hat während des gesamten Spiels gute Arbeit geleistet.“
Dass diese öffentliche Entschuldigung nicht ausreichte, zeigt jetzt die Strafe des Veranstalters. „Das ist eindeutig etwas, das für uns, für das Turnier und für den Verband auch über das Turnier hinaus nicht akzeptabel ist. Solche Äußerungen haben hier keinen Platz“, sagte Turnierdirektorin Mauresmo. Durch die Summe von 55.000 Euro verliert Vallejo einen beachtlichen Teil seines Preisgeldes direkt wieder. Für das Ausscheiden in der zweiten Runde der French Open kassieren die Teilnehmer 130.000 Euro.

