Mit Spanien kämpfen sie bei der Handball-EM um Medaillen, zusammen konnten sie bereits die Champions League gewinnen. Zu einer Wiedervereinigung beim SC Magdeburg kommt es jedoch nicht mehr. Dennoch hat SCM-Torwart Sergey Hernandez, der im Sommer zum FC Barcelona wechseln wird, seinem Noch-Arbeitgeber zur Rückholaktion von Antonio Serradilla gratuliert. Zuletzt hatte der Tabellenführer der Daikin Handball-Bundesliga bekanntgegeben, den Spanier nur ein Jahr nach seinem Abschied in Richtung Stuttgart zurückzuholen – SPORT BILD berichtete.
„Für mich gehört er dahin. Er ist ein SCM-Charakter, ein SCM-Spieler. Die Leidenschaft, die er gibt, passt komplett zu Magdeburg“, so der Torwart der spanischen Nationalmannschaft gegenüber handball-world. Hernandez muss es wissen: Zusammen mit dem Abwehr-Spezialisten Serradilla konnten er und der SC Magdeburg im vergangenen Sommer die Champions League gewinnen, Serradilla spielte eine wichtige Rolle. Da der SCM ihm jedoch keine Start-Garantie geben konnte, verließ der 27-Jährige Magdeburg wieder und schloss sich Stuttgart an. Das Ansehen Serradillas ist in Magdeburg jedoch ungebrochen, auch beim Torwart-Star: „Sie bekommen nicht nur einen guten Verteidiger, sondern auch einen sehr guten Menschen, was für mich das Wichtigste ist.“
Handball-EM: Spanien bereit für Deutschland-Kracher
Mit Spanien haben Hernandez und Serradilla einen EM-Auftakt nach Maß hingelegt: Die Iberer überzeugten gegen Serbien (29:27) und Österreich (30:25). Hernandez wurde nach starken 13 Paraden und zwei Toren sogar zum Spieler des Spiels gegen Österreich gewählt. „Das war eine klasse Mannschaftsleistung. An manchen Stellen haben wir noch etwas Arbeit vor uns, aber das werden wir analysieren“, so Hernandez. Die Form der Spanier passt also – pünktlich zum Deutschland-Kracher im letzten Vorrundenspiel: Nach dem Sieg gegen Österreich am Samstagabend sagte Hernandez: „Jetzt haben wir aber erst einmal einen Tag Pause, dann geht der Fokus auf das Spiel am Montag gegen Deutschland.“ Nicht nur die Formkurve spricht nach den ersten EM-Spielen für Spanien, sondern auch die Stimmung im Team.

