Auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari (30 Kilometer außerhalb von Bologna) fanden großartige Duelle statt. Aber der Motorsport erlebte hier auch einige seiner traurigsten Stunden.
Jetzt steht das Rennen auf der Strecke vor dem Aus. Der Emilia-Romagna Grand Prix 2025 könnte der letzte auf dem 4,9 Kilometer langen Kurs sein. Denn der Vertrag mit der Formel 1 läuft dieses Jahr aus. Verlängerung unwahrscheinlich!
Dass am Sonntag hier überhaupt noch ein Rennen der Königsklasse stattfindet, war eigentlich nicht geplant. Aber weil der Grand Prix 2023 wegen der Überschwemmungen in dem Gebiet abgesagt wurde, wird er dieses Jahr praktisch nachgeholt.
Zur Zukunft des Rennens sagte F1-Boss Stefano Domenicali (60) vor wenigen Wochen zum Radiosender RAI: „Es wird immer schwieriger, zwei Rennen im selben Land zu haben, weil das Interesse an der Formel 1 wächst. Das ist eine Situation, mit der wir uns in den nächsten Monaten beschäftigen müssen. Es ist also schwierig, mit Imola und Monza zusammen lange Zeit im Kalender zu sein.“
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Der Vertrag mit Monza läuft bis 2031.
Für viele Experten ist die Strecke in Imola einfach nicht mehr zeitgemäß, die modernen, großen Autos haben kaum Platz zum Überholen. Heißt: langweilige Rennen sind die Regel.
Vorbei die Zeiten, als sich Michael Schumacher (56) und Fernando Alonso (43) auf der Piste heftige Duelle lieferten wie 2005. Oder Schumacher und Juan Pablo Montoya (49) im Jahr zuvor.
Der Grand Prix am Sonntag könnte der letzte in Imola sein
Dazu kommt der volle Terminplan der Formel 1, die nächstes Jahr auch zum ersten Mal auf dem neuen Kurs in Madrid fährt.
Die einzige Möglichkeit für Imola (Ayrton Senna und Roland Ratzenberger verunglückten hier 1994 tödlich), im Rennkalender zu verbleiben, scheint aktuell ein Wechselmodell mit einem anderen Grand Prix zu sein.
Aber das steht aktuell noch in den Sternen. Und so könnte ausgerechnet der in Imola geborene Domenicali sein, der seinem Heim-Rennen das Licht ausknipst.

