Valdano, ehemaliger Spieler (1984 – 1987), Trainer (1994 – 1996) und Sportdirektor bei Real (2003 – 2009), sagte bei „Movistar Plus“: „Gestern Abend wurde dieses Monster wiederbelebt.“
Er meint damit die Zeiten, in denen Real regelmäßig herbe Klatschen gegen Erzrivalen wie den FC Barcelona kassierte: „Wenn man nach Barcelona fuhr oder sie im Bernabéu empfing – und plötzlich vier Gegentore fielen.“
Real-Legende Jorge Valdano (69)
Auch gegen Atlético sah der argentinische Fußball-Weltmeister von 1986 – Valdano traf beim 3:2 gegen Deutschland zum 2:0 – ein klares Ungleichgewicht: „Atlético hat Real dominiert, wie schon lange nicht mehr. Der Unterschied in Intensität war riesig. Real war zu langsam, zu ungenau – während Atlético mit Aggressivität und Tempo nach vorn spielte. Jede Flanke war ein Drama, ein echtes Drama für Real.“
Atlético Madrid hatte Real und Trainer Xabi Alonso (43) die erste Saison-Niederlage zugefügt. Vor dem Champions-League-Duell mit Eintracht Frankfurt am Dienstag (21 Uhr im Liveticker bei sportbild.de) gewann das Team von Trainer Diego Simeone (55) hochverdient.
Für Real und Alonso war es nach zuvor sechs Liga-Siegen und einem Erfolg in der Königsklasse ein Rückschlag, zumal der große Rivale Barça durch ein 2:1 gegen Real Sociedad aus San Sebastián die Tabellenführung in LaLiga mit nun 19 Punkten, einen Zähler vor Real, übernahm.
Trotz der Pleite sieht Valdano Hoffnung im Projekt des neuen Trainers Alonso, warnt aber gleichzeitig: „Es stimmt, dass es sich um einen Prozess handelt und dass ein neuer Trainer da ist. Er arbeitet gut und es schien, als würde sich die Lage zum Besseren wenden, aber der Rückschlag gegen Atlético Madrid zwingt uns, das Projekt kritisch zu hinterfragen.“


