Jetzt ist es offiziell – und es ist ein Abschied, der tief berührt. Nach 270 Bundesliga-Spielen für RB Leipzig, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund sagt Kevin Kampl der Bundesliga Lebewohl. Sein Vertrag bei RB Leipzig, der eigentlich noch bis zum Sommer lief, wird auf persönlichen Wunsch zum 31. Januar aufgelöst.
Kampl erklärt Abschied mit bewegenden Worten
In einem emotionalen Abschiedsbrief macht Kampl die Gründe öffentlich: „Die vergangenen Monate waren für meine Familie und mich sehr emotional und von tiefer Trauer geprägt. Der plötzliche Verlust meines Bruders hat mir schmerzlich vor Augen geführt, wie wertvoll Zeit ist und wie wichtig es ist, sie mit den Menschen zu verbringen, die einem am nächsten stehen.“
Mitte Oktober war sein Bruder Seki völlig unerwartet im Alter von nur 51 Jahren verstorben. Er spielte früher unter anderem für den VfB Solingen.
Kampl schreibt weiter: „Nach all den Jahren habe ich für mich gemerkt, dass es an der Zeit ist, nach Hause zu gehen – auch, weil es meinem Vater gesundheitlich nicht gut geht und ich mehr gemeinsame Zeit mit ihm verbringen möchte. Zeit, die nicht zurückkommt.“
Ein endgültiger Schlussstrich unter seine Karriere ist der Leipzig-Abschied aber nicht zwingend. Kampl lässt eine späte Rückkehr auf den Platz offen – zumindest theoretisch: „Dass ich irgendwann irgendwo noch einmal auf den Platz zurückkehre, möchte ich nicht final ausschließen, auch wenn es sich derzeit absolut unrealistisch anfühlt.“
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RB Leipzig stand in den vergangenen Wochen voll hinter dem Routinier. Sportchef Marcel Schäfer (41) betont auch jetzt: „Wir wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste, viel Kraft und werden ihn selbstverständlich gebührend verabschieden. Auch danach steht die Tür bei RB Leipzig für Kevin immer offen.“
Nach BILD-Informationen ist Kampl inzwischen mit seiner Frau Vanessa und den Söhnen Jordi Noel (7) und Louis Jamie (6) zurück in seiner Heimat Solingen. Sein Haus in einem Leipziger Vorort ist bereits neu vermietet.
Ein letztes Mal wird Kevin Kampl in Leipzig im Mittelpunkt stehen. Beim Heimspiel gegen den FC Bayern am 17. Januar plant der Klub einen großen Abschied vor den Fans.

