Im Bundesliga-Fernsehen gibt es diese Fußball-Saison erstmals einen echten direkten Konkurrenzkampf! Am Samstagnachmittag überträgt Sky zum ersten Mal seit 25 Jahren nicht mehr die Konferenz und die Einzelspiele parallel aus einer Hand, sondern DAZN schnappte sich die Konferenzschaltung. Jetzt können sich die Fans entscheiden, wo sie gucken. Doch wie wirkt sich diese Trennung der Übertragungen auf zwei Anbieter auf die TV-Zuschauerzahlen aus?

Bei Sky verfolgten die Samstags-Konferenz in der vergangenen Saison im Schnitt rund 856.000 Zuschauer. Der Höchstwert lag bei 1,113 Millionen (5. Spieltag 2024/25). Am niedrigsten war der 32. Spieltag mit 689.000. Mit den Einzelspielen zusammengerechnet, waren es durchschnittlich 1,55 Millionen Zuschauer pro Samstagnachmittag. Besonders gut funktionierte es, wenn Bayern und Dortmund beide spielten. Dann gab es oft Werte um 1,9 Millionen.

Ihr Vorbild ist eine Weltmeisterin: Deutsche Boxerin träumt vom Playboy

Quelle: BILD / Instagram @maddy_moh

An den ersten sechs Spieltagen dieser Saison hatte Sky nun im Schnitt 1,28 Millionen bei den Einzelpartien. Im selben Zeitraum waren es 2024/25 pro Samstagnachmittag 1,51 Millionen. Dies ist trotz Konferenzverlust nur ein Rückgang von 230.000 Zuschauern. Das heißt: Viele bleiben Sky auch ohne die klassische Zusammenschaltung treu und gucken die Partie ihres Vereins.

Das neue Sky-Angebot des „Multiview“, bei dem man ein Top-Spiel groß und daneben auf einen Blick in kleineren Bildkacheln die anderen Partien parallel verfolgen kann, nutzen bislang im Schnitt rund 77.000 Fans. Das ist noch ausbaufähig.

Für die Konferenz bei DAZN liegen bisher die Nettoreichweiten vor. An den ersten fünf Spieltagen guckten durchschnittlich 747.000 zu. In diesem Wert sind alle Zuschauer enthalten, die einmal im Laufe der 90 Minuten eingeschaltet haben. Der Zuschauer-Durchschnitt über die vollen 90 Minuten, wie ihn Sky ausweist, liegt in der Regel deutlich niedriger, also hier etwa bei geschätzten 500.000. Heißt: Bei DAZN gucken aktuell die Konferenz rund 350.000 weniger als in der Vorsaison bei Sky.

DAZN ist dennoch zufrieden, weil die Konferenz eine höhere Nettozuschauerzahl als der Freitagabend (610.000) im Vorjahr hat, den man bei der Vergabe der Bundesliga-Rechte an Sky verloren hat – und das jetzige Rechtepaket auch deutlich günstiger ist.

Sky holte sich erstmals seit 2017 dieses Freitagabendspiel zurück und inszeniert es als „Flutlicht-Freitag“. Die ersten sechs Übertragungen guckten durchschnittlich rund 1,1 Millionen (trotz paralleler Sat.1-Übertragung am 1. Spieltag). Auch dank attraktiverer Begegnungen liegt dieser Wert deutlich über den Zahlen aus 2024/25. Dort waren es an den ersten sechs Spieltagen bei DAZN 523.000 Zuschauer gewesen. Sky darf sich im Unterschied zu DAZN in der Vorsaison das Freitagsspiel aussuchen. Dieses Wahlrecht ist in dieser Rechteperiode von der Liga neu eingeführt worden.

ttn-36