Lange soo viel Krampf, dann soo viel Spannung!

Auch das 2. Achtelfinale des Afrika-Cups 2025 ist Geschichte – am Ende schlägt Mali Tunesien im Elfmeterschießen 4:3. Vorher ist es erst ein Kampf-Spiel, dann später Wahnsinn.

Elfmeter-Drama im Achtelfinale!

Doch erstmal zum Elfer-Drama: Für Mali treffen 3 Spieler, für Tunesien nur 2. Den entscheidenden Strafstoß verwandelt Ex-Stuttgart El Bilal Touré. Es ist ein insgesamt schwaches Elfmeterschießen – auf beiden Seiten. Am Ende egal, nach dem dramatischen Ende brechen alle Dämme.

Schon vorher wird es spektakulär, denn: Mali rettet sich erst in der Nachspielzeit in die Verlängerung.

90 + 6. Minute: Auch hier hilft ein Elfmeter, nachdem Tunesiens Yassine Meriah den Ball an die Hand bekommt, übernimmt Lassine Sinayoko die Verantwortung – und zittert die Kugel zum 1:1 ins Netz.

So gibt es Verlängerung, weil Tunesien nur ganz kurz führt.

Firas Chaouat (29/l.) kann in aller Ruhe einköpfen, Mali-Keeper Djigui Diarra (30) hat keine Chance

Foto: Siphiwe Sibeko/REUTERS

88. Minute: Augsburg-Flitzer Elias Saad hat etwas zu viel Platz auf links, zieht rein in Richtung Strafraum und findet dann per wunderbarer Flanke Firas Chaouat, der den Ball ins Netz köpft und Tunesien so ins Viertelfinale bringt.

Vorher passiert lange wenig. Bezeichnend: Den ersten Torschuss der Partie gibt es in der 79. Minute. Ein ungefährlicher Freistoß von Tunesiens Hannibal Mejbri bricht den Bann.

Es ist ein extrem hart geführtes Spiel, mit vielen Fouls und Unterbrechungen. Schiri Abongile Tom verteilt allein in der ersten Halbzeit viermal Gelb.

Negativer Höhepunkt ist eine Rote Karte für Malis Woyo Coulibaly. Der Rechtsverteidiger kommt gegen Hannibal zu spät, trifft den Tunesier mit der offenen Sohle oberhalb des Knöchels (26.).

Völlig frei vor dem Tor: Bayerns Afrika-Star vergeigt Mega-Chance!

Quelle: SPORTDIGITAL FUSSBALL

Insgesamt haben die Nordafrikaner etwas mehr vom Spiel, können sich gegen extrem tiefstehende Malier aber keine Chancen erspielen. Auf der Gegenseite lauert Mali zwar auf Konter, findet aber keine Möglichkeit, mal gefährlich umzuschalten.

Kurios: Schon vor 2022 hatte es das Duell beim Afrika-Cup gegeben, in der Vorrunde gewann damals Mali 1:0. In Erinnerung blieb diese Partie aber vor allem, weil der damalige Schiedsrichter Janny Sikazwe gleich zweimal zu früh abpfiff und das Spiel am Ende auch zu früh beendete.

Und auch an diesem Abend in Casablanca wird es spektakulär. Wenn auch erst spät.

Mali trifft jetzt im Viertelfinale am 9. Januar auf Senegal, das in der ersten Achtelfinal-Partie 3:1 gegen Sudan gewann.

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