Vor einem Jahr gewann der Syntainics MBC sensationell den Basketball-Pokal. Jetzt versinken die Weißenfelser im Chaos. Und das, obwohl der Klub aus Sachsen-Anhalt in der Easycredit BBL gerade die beste Hinrunde seit dem Wiederaufstieg 2017 gespielt hat und in der European North Basketball League (ENBL) ungeschlagen ist! Doch seit Mitte Dezember ist die Lage bei den Wölfen nur noch zum Heulen …
Nach sieben Pleiten in Folge trat am Montag der im Sommer verpflichtete Trainer Marco Ramondino (43) zurück. Der Italiener hatte den Draht zu Teilen der Mannschaft verloren. Zwei Wochen zuvor hatte der MBC BBL-Legende John Bryant (38) suspendiert und dem zweimaligen Liga-MVP mangelnde Professionalität vorgeworfen. Schon das hatte in der BBL für rege Diskussionen gesorgt.
Nun der nächste Knall: Nach nur 13 Tagen im Amt, setzte der Klub seinen neuen Geschäftsführer Konstantin Krause (58) wieder vor die Tür!
BBL: Chaos bei Pokalsieger Syntainics MBC immer größer: Geschäftsführer nach 13 Tagen entlassen!
Der Ex-Weitspringer und Olympia-Teilnehmer sollte ursprünglich nach einer Einarbeitungsphase ab 1. März als Nachfolger von Martin Geissler (42) für die wirtschaftlichen Belange der Herren- und Damen-Mannschaft verantwortlich sein. Doch offensichtlich passte es mit dem Diplom-Betriebswirt gar nicht – und der Vater von Jena-Profi Kristofer (25) musste gehen.
Bis ein Nachfolger für Krause gefunden ist, führt Geissler wieder allein die Geschäfte. Dabei wollte er sich eigentlich nach mehr als 17 Jahren im Amt neu orientieren. „Der deutsche Pokalsieger steht aktuell vor sportlichen und organisatorischen Herausforderungen, die es nun gemeinsam anzupacken gilt“, heißt es in der Mitteilung des MBC.
Krause war 2017 als Geschäftsstellenleiter beim Fußball-Klub Rot-Weiß Erfurt schon einmal gefeuert worden und gilt dort noch immer als umstritten. Auch, weil er damals für Unmut in der Sponsoren-Szene gesorgt hatte. Vor seinem Engagement beim MBC war er Ticketing-Chef der Sommer-Universiade 2025 in Rhein-Ruhr.
Beim Heimspiel des MBC am Freitag gegen die EWE Baskets Oldenburg (20 Uhr, Dyn) wird die verunsicherte Mannschaft von Poropat betreut. „Er bringt neue Energie rein“, lobt Geisler. Spätestens Ende Februar soll jedoch ein neuer Cheftrainer gefunden sein und Ruhe in das Chaos bringen. Geissler denkt trotz der Unruhe ohnehin nicht an das Thema Abstieg, sondern hält weiter am Ziel „Play-Ins“ fest.
