Klare Worte von Roberto Mancini (60).

Im August 2023 schockte der Star-Trainer die Fußball-Welt und tauschte die italienische gegen die saudi-arabische Nationalmannschaft als Arbeitgeber aus. Eine Entscheidung, die damals für viel Aufsehen sorgte.

In einem Interview mit dem italienischen Nachrichtenprogramm „TG1“ reflektiert Mancini jetzt den Wechsel und sagt brutal ehrlich: „Ich würde diese Entscheidung nicht wieder treffen.“

Weiter meint er: „Aus technischen Gründen, aus fußballerischen Gründen, ist es die höchste Stufe des Traineramts, die Nazionale (italienische Nationalmannschaft; d. Red.) zu coachen. Es ist eine Rolle, die ich wirklich schätze. Nein, ich würde mich nicht wieder für denselben Weg entscheiden.“

Mit der „Squadra Azzurra“ hatte Mancini 2021 die Europameisterschaft gewonnen (Final-Erfolg gegen England), von Mai 2018 bis August 2023 stand er an der Seitenlinie der Italiener. Dann der überraschende Rücktritt. Seine damalige Entscheidung sorgte für Spannungen im italienischen Fußballverband.

Über den Präsidenten Gabriele Gravina sagt Mancini heute: „Vielleicht haben wir nicht effektiv kommuniziert. Wenn wir mehr Dialog gehabt hätten, hätte sich manches vielleicht anders entwickelt, aber ich hege keine negativen Gefühle gegenüber dem Präsidenten.“

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Quelle: BILD

Nur wenige Wochen nach seinem Rücktritt trat Mancini den Gang in die Wüste an. Mit Saudi-Arabien wollte er große Erfolge feiern, sein Plan ging allerdings nicht auf. Nach sieben Siegen, fünf Remis und sechs Pleiten war nach nicht einmal 14 Monaten schon wieder Schluss. Nach der Trennung sagte er: „Beide Seiten waren unglücklich.“

Auch über sein Gehalt bei den Saudis wurde viel diskutiert. Berichten zufolge soll der Trainer als Abfindung 20 Millionen Euro eingestrichen haben. Den Gerüchten widersprach Mancini damals: „Das sind alles Lügen.“

Auf Unterstellungen, dass er nur aufgrund finanzieller Vorteile zu Saudi-Arabien gewechselt ist, sagt Mancini zu „TG1“: „Meine Geschichte spricht für sich. Diejenigen, die mit meinem Werdegang nicht vertraut sind, können einen Blick zurück werfen und sich dann ihre Meinungen bilden.“

Mancini startete seine Trainer-Karriere bei der AC Florenz (2001 bis 2002), danach ging es über Lazio Rom (2002 bis 2004) zu Inter Mailand (2004 bis 2008). Dort erlebte er seine erfolgreichste Zeit, wurde dreimal in Folge italienischer Meister. Nach Stationen unter anderem bei Manchester City (2009 bis 2013) und Galatasaray Istanbul (2013 bis 2014) wurde Mancini 2018 Cheftrainer von Italien. Mit der „Squadra Azzurra“ feierte er den ersten Europameister-Titel seit 1968.

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