Biathlet David Zobel hat im Sprint von Ruhpolding die Olympia-Norm erfüllt und sich damit einen Startplatz bei den Winterspielen gesichert! Der 29-Jährige erreichte im vorletzten Rennen vor der offiziellen Kader-Bekanntgabe des Deutschen Ski-Verbands (DSV) den neunten Platz. Dies reichte, da er zuvor bereits beim Sprint in Oberhof den zwölften Rang belegt hatte. Für die Qualifikation waren entweder ein Platz unter den besten Acht oder zwei Platzierungen in den Top 15 erforderlich, die Zobel nun erreicht hat. Der Schwede Sebastian Samuelsson (28) gewann das Rennen in Ruhpolding.
Zobel sagt nach dem Rennen im ZDF: „Ich habe lange nach den 100 Prozent gesucht. Heute sind die gekommen. Und morgen ist ja auch noch ein Rennen.“ Am Sonntag (15 Uhr/ZDF, Eurosport) steht noch die Verfolgung auf dem Programm.
Nach dem Weltcup-Wochenende in Ruhpolding will der DSV das Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Antholz (Italien) bekannt geben. Sportdirektor Felix Bitterling sagte schon am Mittwoch: „Wir möchten gerne danach einen Strich ziehen.“
Zobel sagt über die im Hinterkopf wabernde Olympia-Norm: „Klar, es ist das Thema. Und Olympia ist das Ziel. Ich habe versucht, mich auf meine beiden Teildisziplinen zu konzentrieren. Und wusste, wenn ich das schaffe, dann fällt die Norm.“ Gesagt, getan!
Philipp Nawrath (32) war mit seiner Leistung in Ruhpolding nicht restlos zufrieden
Aus dem DSV-Kader haben sich jetzt vier Athleten für die Olympischen Winterspiele qualifiziert: Zobel, Philipp Nawrath (in Ruhpolding auf Platz 11), Justus Strelow (44.) und Philipp Horn (musste in Ruhpolding krankheitsbedingt passen).
Um den letzten freien Platz im DSV-Team kämpfen nun Lucas Fratzscher, Johannes Kühn und Danilo Riethmüller.
Nawrath sagt nach dem Sprint im ZDF: „Wenn ich auf das Ergebnis schaue, dann wäre mehr möglich gewesen.“ Er leistete sich einen Schießfehler, wurde am Ende Elfter. Ohne den Fehlschuss wäre sogar das Podium möglich gewesen.
Das komplettieren hinter Sieger Samuelsson der italienische Gesamtweltcupführende Tommaso Giacomel und Isak Frey aus Norwegen.

