Verblüffend ist kein Ausdruck dafür, was sich gerade abspielt. Seit seinem Wechsel zu den LA Lakers im Jahr 2018 hat James scheinbar überall im Verein seine Finger im Spiel. Er war es auch, der Anthony Davis (31) rekrutierte, mit dem er 2020 eine Meisterschaft gewann und der jetzt auf dem Weg nach Dallas ist. Eine Trennung, die LeBron bis ins Mark getroffen haben muss: James und Davis sind Freunde, albern gerne vor den TV-Kameras herum, trinken abends Wein.
Auch vor dieser Saison hatte James noch ganz klar das Sagen. Nach der Entlassung von Lakers-Coach Darvin Ham wurde JJ Redick geholt – ein Ex-NBA-Spieler und Podcast-Partner von James. Dann sorgte James für das erste Vater-Sohn-Duo der NBA-Geschichte, als er die Lakers dazu bewegen konnte, Sohn Bronny James mit dem 55. Pick im Draft 2024 zu verpflichten.
LeBron hielt alle Zügel in der Hand. Jetzt haben die Lakers sie aus heiterem Himmel an sich gerissen.
Für den Klub aus Kalifornien ist es eine Investition in ihre Zukunft: Sie holen mit Luka Doncic (25) einen jungen Superstar, der seinen Zenit noch nicht einmal erreicht hat und jedes Jahr als MVP-Kandidat gilt. Aber für James war es etwas ganz anderes. Er ist das Gesicht der Liga. Er hat die meisten Punkte in der NBA gemacht, ist viermaliger Champion, wurde viermal zum wertvollsten Spieler nominiert. Es gibt nicht wenige, die ihn noch vor Basketball-Legende Michael Jordan als besten Basketballer aller Zeiten handeln.
NBA ist nicht genug!: LeBron vergrößert sein Imperium
Sein Vermächtnis ist unantastbar, seine Macht schien grenzenlos. Dass die Lakers diesen Schritt jetzt ohne sein Abnicken gegangen sind, zeigt, dass das Team bereit ist, ihren Superstar zu verärgern, schreibt Fox Sports.
Die Wahrheit könnte aber noch düsterer sein. Denn: James kokettierte in der Vergangenheit öffentlich mit der Basketball-Rente. Vielleicht ist den Verantwortlichen mittlerweile auch schlichtweg egal, was ein Spieler im Endspurt seiner Karriere vom Vorgehen des Vereins hält.
Er ist ja eh bald weg …

