Aus dem Team höre ich, dass Spieler enttäuscht und verwundert waren, Nagelsmann nicht zu sehen. Nach der Top-Vorrunde mit drei Siegen aus drei Partien war die Hoffnung groß, vor Nagelsmann aufspielen zu dürfen.
In der Tat: Dessen Anwesenheit wäre einfach ein Zeichen der Wertschätzung gewesen. Motto: Jungs, ich bin da! Ich verfolge alles, was ihr macht. Ich habe euch auf dem Schirm …
Das alles hätte der Bundestrainer live miterlebt:
► Eine Mannschaft, die auch einen erstmaligen Rückstand im Turnier managen kann und nicht aufsteckt.
► Einen Teamgeist, der nicht selbstverständlich ist – selbst die Reservisten geben bedingungslos alles, mucken nicht auf.
► Zwei, drei Spieler, die eventuell schon ganz bald für die A-Nationalmannschaft infrage kommen und in nur kurzer Zeit von Nagelsmännchen zu Nagelsmännern reifen können – wie unser Mittelfeld-Gehirn Rocco Reitz, der ein überragendes Turnier spielt.
Mittwoch hat Nagelsmann die nächste Chance
Alles wertvolle Erkenntnisse, die auch für die Weltmeisterschaft 2026 interessant sind – und die der Bundestrainer im Stadion verpasst hat.
Andersherum könnte man argumentieren: Nagelsmann hat so viel Vertrauen und Glauben in diese großartige U21, dass er einfach wusste: Die Mannschaft kommt gegen Italien weiter.
Nun denn: Mittwoch steht das nächste Spiel gegen Frankreich an!
Die Anreise nach Kosice im tiefsten Osten der Slowakei wird zwar etwas komplizierter als noch zuvor im Viertelfinale – hilft aber alles nix: Wir sehen uns dort vor Ort im Halbfinale, Herr Bundestrainer!
Denn diese geilen Jungs haben ihren Besuch so was von verdient …

