Sie startet voller Tatendrang und positiver Energie!
Marie-Louise Eta (34) hat am Dienstag ihre erste Trainingseinheit bei Union Berlin geleitet. Sie ist damit die erste Cheftrainerin einer Männer-Mannschaft in der Bundesliga, schreibt Geschichte. Schon früh geht es los. Um 7.55 Uhr fährt sie im schwarzen Opel an der Alten Försterei vor, ist als Erste auf dem Gelände. Kurz darauf treffen die ersten Profis ein, angeführt von Vize-Kapitän Rani Khedira – ein neues Kapitel beginnt.
Erste Einheit von Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta
Um 10.57 Uhr geht es dann auf den Rasen. Eta begrüßt die Journalisten beim medienöffentlichen Training knapp mit „Hallo“. Dann geht es zur Sache. Was sie von ihrer Mannschaft fordert: Mehr Aktivität, mehr Kommunikation, schnelleres Positionsspiel. Dabei coacht sie ständig. Immer wieder korrigiert sie, lobt die Spieler und ruft hinein. Insgesamt wirkt sie deutlich aktiver und vor allem lauter als ihr Vorgänger Baumgart.
Mit dem Training, das für die Journalisten vor Ort um 11.39 geschlossen wird, beginnt Etas Kampf gegen den Abstieg. In den restlichen fünf Spielen im Saisonendspurt will sie Union stabilisieren und in der Liga halten. Dabei kennt sie den Köpenicker Klub bestens. Bereits im November 2023 hatte sie Geschichte geschrieben – als erste Co-Trainerin der Bundesliga und Champions League. Nach Stationen bei den Profis und der U19 kehrt sie nun zurück. Und danach?
Heldt: „Wir halten uns alle Optionen offen“
Eigentlich sollte Eta ab Sommer Trainerin der Eisernen Frauen werden. Union-Boss Horst Heldt sagte aber bereits: „Wir werden das alles in Ruhe besprechen, wenn es etwas zu besprechen gibt. Das ist zunächst der ursprüngliche Plan. Wir halten uns alle Optionen offen. (…) Eines der beiden Teams wird Marie-Louise betreuen.“
Allerdings gibt es bereits andere Kandidaten. Ein Name nach Informationen der SPORT BILD: Karlsruhe-Coach Christian Eichner. Kontakt gibt es seit Wochen. Doch jetzt liegt der Fokus des Vereins auf dem Abschluss der Saison – mit Marie-Louise Eta!
