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Zwei Topspiele, zwei klare Ansagen in der Daikin Handball-Bundesliga: Der SC Magdeburg bleibt mit einem sehr klaren 34:23 bei der MT Melsungen an der Spitze, der VfL Gummersbach zerlegt den THW Kiel in dessen Wunderino Arena mit 34:26 – und verdirbt die Vertrags-Party von Rune Dahmke. Vier Jahre hatte der SC Magdeburg nicht mehr in Kassel gewonnen, in der vergangenen Saison sogar eine harte 23:31-Klatsche kassiert. Diesmal ließ der Tabellenführer keinen Zweifel – auch, weil die ersatzgeschwächte MT mit der Mannschaft aus der Vorsaison, die am Titel geschnuppert hatte, nicht mehr viel zu tun hat.

Foto: BILD

Mal wieder musste sogar Co-Trainer Isaias Guardiola ran. Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahm der SCM Schritt für Schritt die Kontrolle, vor allem dank Felix Claar: Der Schwede traf doppelt zum 6:4 und markierte auch das 10:7, am Ende schrieb er zwölf Tore an. Zur Pause führte Magdeburg 15:11. Melsungen kämpfte, brachte den siebten Feldspieler. Doch Claar startete mit einem Doppelschlag eine 7:0-Serie, auch Torwart Sergey Hernandez trug sich in die Torschützenliste ein. Am Ende stand ein klares 34:23 für den SC Magdeburg.

SCM-Trainer Bennet Wiegert stolz: „Wir sind super happy, uns hier so präsentiert zu haben. Nach den Reisestrapazen war das wichtig, hier so ein Gesicht zu zeigen. Was wir gerade in der Verteidigung gezeigt haben, war nah an der Perfektion. Klar, die MT war angeschlagen, aber wir sind geduldig geblieben, haben nicht locker gelassen und uns in der zweiten Halbzeit sogar noch einmal gesteigert. Diese Punkte sind extrem wichtig. Wir sind sehr glücklich, hier den Bock nach so vielen anstrengenden Jahren umgestoßen zu haben.“

Handball-Bundesliga: Super-Sieg für Magdeburg, Klatsche für Kiel

In Kiel begann der Abend noch mit Applaus: Nationalspieler Rune Dahmke hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert. „Über die Verbindung zu meinem Herzensverein brauche ich nach insgesamt 18 Jahren als Jugendspieler und Profi des THW Kiel wohl nicht mehr viel zu sagen“, begründete der Linksaußen seinen Schritt. Doch nach der Halbzeitpause im Spiel gegen den VfL Gummersbach kippte die Stimmung komplett. Nach einer knappen 15:14-Pausenführung verlor der THW völlig den Faden.

Der Rekordmeister, der im letzten Heimspiel noch dem SC Magdeburg die erste Saison-Niederlage zugefügt hatte, kassierte einen 0:7-Lauf, den Trainer Filip Jicha auch mit zwei Auszeiten in wenigen Minuten nicht unterbrechen konnte. Der Hauptgrund für den miesen Kieler Samstagabend stand im VfL-Tor und wechselt zur neuen Saison nach Magdeburg: Dominik Kuzmanovic wurde mit 20 Paraden zum Matchwinner. Dazu kamen neun Tore von Ellidi Vidarsson und sieben Treffer von Julian Köster. Für den Nationalspieler ein Sieg der Kategorie „bittersüß“: Köster wechselt zur neuen Saison nach Kiel, sorgte jetzt mit für eine empfindliche THW-Niederlage im Kampf um die Champions League. In genau diesem Kampf mischt der VfL jetzt allerdings wieder mit. Am Ende feierte Gummersbach mit dem 34:26 den ersten Auswärtssieg beim deutschen Handball-Rekordmeister seit 2006.

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