Die 0:2-Pleite in der Slowakei und der 3:1-Sieg gegen Nordirland bedeuten für die deutsche Nationalmannschaft einen Stotter-Start in die WM-Quali.
Sieht auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (64) so, der zu SPORT BILD sagt: „Wir gehören in dieser Form nicht zu den Favoriten, nicht einmal zum erweiterten Favoritenkreis bei der WM.“
Was ihm Mut für die Zukunft macht: „Es gibt solche dreckigen Spiele, das haben wir immer wieder erlebt. Wichtig ist: Diese Spiele dürfen nicht schöngeredet werden.“
Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hatte zuletzt immer wieder selbstbewusst und ehrgeizig vom WM-Titel gesprochen. Und auf dem Weg dahin Dominanz von seiner Mannschaft gefordert. Doch stattdessen präsentierte sich sein Team in der Slowakei ideenlos und blutleer, gegen Nordirland schaltete die DFB-Elf erst in der zweiten Halbzeit einen Gang höher und kam vor allem durch gute Wechsel auf die Siegerstraße (Nadiem Amiri für Nick Woltemade und Maximilian Beier für Serge Gnabry/jeweils 61.).
Nach nun zwei Spielen liegt Deutschland in Quali-Gruppe A auf Rang 3. Im Oktober geht es weiter mit den Spielen gegen Luxemburg und in Nordirland.
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Matthäus weiter: „Es bleibt die Hoffnung, dass wir uns an unseren Gegner steigern. Und es ist nach wie vor so: Keine große Mannschaft will bei einem Turnier gerne gegen Deutschland spielen.“
Der Blick auf die Konkurrenz jedoch zeigt: Vor allem Spanien ist nach wie vor das Maß aller Dinge. Zwischen der DFB-Elf und dem amtierenden Europameister liegen rund 14 Monate nach dem letzten Duell Welten. Bei der Heim-EM 2024 setzte sich Spanien noch knapp 2:1 im Viertelfinale durch.
Am Sonntagabend zerlegte die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente (64) dann mal eben die Türkei mit 6:0, gewann zuvor 3:0 in Bulgarien. Zwei souveräne Auftritte, die zeigen, dass Spanien in dieser Form einer der Favoriten auf den Titel ist.
Matthäus: „Spanien spielt wie aus einem Guss. Sie haben nicht nur sechs Tore gegen die Türkei geschossen – die Treffer waren wunderbar herausgespielt. Das waren Kurzpass-Kombinationen wie zu besten Tikitaka-Zeiten.“
Von besten Zeiten ist Deutschland dagegen im Moment weit entfernt.

